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Der etwas andere Advent
Bild: Steven Kasa / Pixabay

Hintergründe

Der etwas andere Advent

Viele lieben den Advent, die Zeit vor Weihnachten. Doch vieles, was in den vergangenen Jahren dazugehörte, ist abgesagt: Kein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, kein Adventskonzert und keine Weihnachtsfeiern im Betrieb oder mit Freunden. Auch größere Familientreffen dürfen coronabedingt nicht stattfinden.

Viel Schönes hingegen kann stattfinden: Mit Freude Plätzchen backen, Geschenke kaufen und liebevoll unser Zuhause dekorieren mit Adventskranz und -schmuck, Gottesdienste besuchen, Adventslieder singen.

Geschlossene und offene Türen im Advent 2020

Geschlossene Türen, damit das Virus draußen bleibt. Und hoffentlich ordentlich friert. Türen sollen sich aber auch auftun, weil ich Kontakt brauche und Anregungen.

"Aufmachen!" Das ist tatsächlich gerade eher nicht angesagt. Aber "mich aufmachen" und aufbrechen ist auch in Lockdown-Zeiten möglich und wichtig, davon ist Autorin Eva Reuter überzeugt. Sie erzählt davon im hr2 Zuspruch am 16. Dezember.

Es ist nicht immer einfach zu entscheiden: Wann öffnen? Wann geschlossen halten? Unser Autor Stefan Claaß erzählt in seinen hr1 Sonntagsgedanken zum 13. Dezember 2020 von seinen Antworten.  

Auch Autor Martin Vorländer verrät im hr2 Zuspruch am 11. Dezember 2020, wofür er seine Türen weit aufmachen will, sobald es wieder geht.

Adventskalender: Übung in Geduld

Türchen für Türchen, nicht alle auf einmal: Der Adventskalender lehrt uns Geduld, Kinder und Erwachsene. Gerade in Corona, wo wir ungeduldig auf einen Impfstoff und anderes warten, gar nicht so einfach. Vom Adventskalender-Öffnen in Corona-Zeiten erzählt Autorin Pia Arnold-Rammé in ihrem hr1 Zuspruch am 14. Dezember - und von ihren Lieblings-Adventskalendern 2020.

Auch Autorin Claudia Rudolff liebt Adventskalender, weil sich hinter seinen Türen nie eine böse Überraschung verbirgt. Der Kalender erinnert sie daran: Eine offene Tür ist ein Zeichen für gute Aussichten. Die ganze Geschichte erfahren Sie in den hr1 Sonntagsgedanken vom 8. Dezember 2019.

Ein gerupfter Engel

Kein Rauschgoldengel. Sondern einer, der ein bisschen ramponiert ist. Genau der passt zu diesem Jahr, findet unser Autor Burkhard von Dörnberg in seinem hr4 Übrigens am 11. Dezember 2020.

Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch' ich jetzt! So beginnt ein Rap für Kinder. Auch Erwachsene haben Sehnsucht nach der rettenden Kraft, die Engel verkörpern. Alles über Engel hat Martin Vorländer hier zusammengestellt.

Letzte Vorbereitungen: Weihnachtsbaum und Weihnachtskrippe

Als ein Familienmitglied im Krankenhaus liegt, ist Autor Martin Vorländer dankbar für jedes Symbol, das ihm Hoffnung macht.Selbst wenn es ziemlich hässlich ist. Im hr2 Zuspruch am 9. Dezember 2020 sagt er: Auch ein Plastik-Weihnachtsbaum kann trösten.

Unsere Autorin Stephanie Rieth sagt von sich: "Ich bin ein Weihnachtsjunkie". Sie liebt es, am 23. Dezember abends den Weihnachtsbaum und die Krippe in Ruhe aufzubauen und zu schmücken. Vom Weihnachtsbaum, der dieses Jahr aus dem Vorgarten kommt, und von der Freude an der Krippe erzählt sie in ihren hr1 Sonntagsgedanken am 20. Dezember, 4. Advent.

Warten und Sehnsucht im Corona-Advent

Weihnachten naht, der Geburtstag von Jesus Christus. Vom Warten in seinen unterschiedlichen Facetten erzählt Autorin Anke Haendler Kläsener in ihrer hr2 Morgenfeier am 29. November 2020.

Warten und Sehnsucht bekommen im Corona-Advent eine besondere Bedeutung: Wir warten nicht nur aufs Christkind, sondern auch auf einen Impfstoff und das Ende der Beschränkungen.

Was ihm beim Warten hilft, davon erzählt Autor Andreas Meyer in seinem hr4 Übrigens vom 1. Dezember 2020.

Kleine Lichter und Adventsfenster

Gerade im Advent sind kleine Lichter kostbar, weil wir auch im Leben oft das Große im Kleinen finden - so der ehemalige Autor Christoph Wildfang im hr1 Zuspruch vom 29. November 2019.

Die Kirchen in Hessen laden dazu ein, im Advent abends um 19.30 Uhr ein Licht ins Fenster zu stellen. "Gebet und Licht" heißt die Aktion. Vorschläge für Gebete gibt es ebenfalls, zum Beispiel hier.

Autor Martin Vorländer macht mit und gestaltet zu Hause ein Adventsfenster. Er freut sich über die, die lächeln, wenn sie vorbeigehen. Im hr2 Zuspruch am 12. Dezember 2020 sagt er: Es geht doch was in diesem Advent. Und das kann wunderschön sein.

#MeineWeihnachtsfürbitte

Die ökumenische Aktion "Schenke ein Gebet" sammelt Fürbitten für die Radio- und Fernsehgottesdienst an Heiligabend und den beiden Weihnachtstagen (ARD, Dritte Programme, Deutschlandfunk DLF).

Unter dem Hashtag #MeineWeihnachtsfürbitte gibt es einen Post auf Facebook/evangelisch.de und katholisch.de. Sie können Ihre Fürbitte direkt in die Kommentare unter den Post schreiben.

Die Gebete werden dann in den Radio- und Fernsehgottesdiensten gesprochen. Die Fürbitten, die aus Zeitgründen keinen Platz in den Mediengottesdiensten finden, beten die Ordensschwestern der Steyler Missionarinnen. Kein Gebet geht verloren, jede Fürbitte wird vor Gott gebracht.

Adventskranz

Weil die Liebe Jesu zu den Menschen für viele Christen alles überstrahlt, spielt das Licht schon in der Adventszeit eine besonders große Rolle. In keiner Kirche, keiner Schule und fast keinem christlichen Haushalt fehlt ein Adventskranz aus Tannenzweigen. 

Autor Winfried Engel erinnert der Adventskranz daran: Schon eine Kerze genügt, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Mehr dazu in seinem hr4 Übrigens: "Advent, die Welt heller machen".

Advents- und Weihnachtslieder

Die Advents- und Weihnachtszeit ist voller wunderbarer Melodien: "Macht hoch die Tür", "Tochter Zion" oder "O Heiland reiß die Himmel auf" berühren die Menschen.

Unsere Autor*innen erzählen, welche Geschichten und Stimmungen sich hinter bekannten Adventsmelodien verbergen: mehr dazu hier. Vier bekannte Lieder hat zum Beispiel Beate Hirt von der katholischen Kirche in ihrer hr2 Morgenfeier bedacht.

Weihnachtspäckchen verschicken

Von einer besonderen Aktion berichtet unser Autor Hermann Trusheim: In einer Hanauer Schule liegen haufenweise Päckchen.

Dujan aus Rumänien ruft begeistert: "Jetzt weiß ich, woher meine Weihnachtspäckchen früher gekommen sind. Das war mein Weihnachten."

Wir können auch kreativ sein, damit es für andere Weihnachten wird, findet Hermann Trusheim in seinen hr1 Sonntagsgedanken am 29. November 2020.

Ideen und Tipps für Advent und Weihnachten in Corona-Zeiten

https://bistummainz.de/glaube/kirchenjahr/advent-und-weihnachten-2020/

https://www.ekkw.de/aktuell/meldung/aktuell_31798.htm

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/kirchliche-sendungen/index.html 

https://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/ 

https://www.indeon.de/dossier/advent-2020

https://www.anderezeiten.de/aktionen/initiativen-zum-kirchenjahr/advent/besuch-fuer-dich/

Hintergrund: Seit wann gibt es die Adventszeit?

Den Advent führte das Bistum Tours am Ende des 5. Jahrhunderts offiziell ein. Dabei legte es auch gleich fest, wann der Advent beginnen und enden sollte. Der Beschluss gilt bis heute, ist aber etwas kompliziert:

Der Erste Advent ist immer der vierte Sonntag vor dem 24. Dezember. Das ist frühestens der 27. November und spätestens der 3. Dezember.

Den Vierten Adventssonntag feiern Christen frühestens am 18. und spätestens am 24. Dezember. Darum dauert die Adventszeit manchmal nur drei und manchmal rund vier Wochen.

Mit dem Ersten Advent beginnt das Kirchenjahr und endet im November mit dem Toten- und Ewigkeitssonntag in der evangelischen Kirche. In der katholischen Kirche heißt der Sonntag vor dem ersten Advent "Christkönig".

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