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Lieder im Advent
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Hintergründe

Lieder im Advent

Die Advents- und Weihnachtszeit ist voller wunderbarer Melodien. Unsere Autor*innen erzählen, welche Geschichten und Stimmungen sich hinter bekannten Weihnachts- und Adventsmelodien verbergen.

Tochter Zion: Freude, Jauchzen, Jubel

Autorin Beate Hirt startet ihre hr2 Morgenfeier mit "Tochter Zion". "Weil es ein so wunderbares frohes Lied ist. Natürlich hat das vor allem mit der bekannten Melodie und dem vierstimmigen Satz zu tun, sie stammen ja von keinem geringeren als von Georg Friedrich Händel. Den Liedtext führt auch sie auf die Bibel zurück: auf Jubel-Verse bei den Propheten Jesaja und Zefanja.

Autorin Heidrun Dörken erzählt von ihrem Vater im hr2 Zuspruch zum 22. Dezember 2020. Er durfte als Kind das Lied "Tochter Zion""nicht mehr singen, obwohl es sein Lieblings-Adventslied war. Erst als Erwachsener hat der Vater begriffen, warum.

Stille Nacht:  Ein Weihnachtslied, das spaltet

Das erfolgreichste Weihnachtslied  liebt man oder hasst man. Für die einen wird's erst Weihnachten, wenn "Stille Nacht" erklungen ist. Die anderen finden es kitschig. Dabei ist die Situation, in der das Lied entstanden ist, alles andere als romantisch.

Heidrun Dörken erzählt im hr2 Zuspruch am 24. Dezember von einem Jahr ohne Sommer, mit Hungersnöten und Pandemien. In diesem Jahr ist "Stille Nacht" gedichtet worden.

Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf spricht in seiner hr2 Morgenfeier am 26. Dezember über das berühmteste Weihnachtslied: Stille Nacht: tröstlich und politisch.

Es ist ein Ros entsprungen: Eine Blume, die im Winter blüht

Autorin Heidrun Dörken hat eine Christrose geschenkt bekommen und findet im hr2 Zuspruch am 23. Dezember: Diese geheimnisvolle Pflanze ist mehr als eine Blume. Sie ist Lied, Dichtung, Hoffnungsträgerin.

Wie soll ich dich empfangen: Trost für die, die jetzt traurig sind

Autorin Vera Langner erzählt in ihrer hr2 Morgenfeier zum Dritten Advent von einem, der das Fest der Liebe nicht mehr feiern mag, weil die ihm liebsten Menschen gestorben sind. Aber ausgerechnet in diesem Corona-Jahr macht er mit der Weihnachtszeit eine neue Erfahrung. 

Das hat auch mit dem Paul-Gerhardt-Adventslied "Wie soll ich dich empfangen" zu tun. In diesem Lied finden Menschen Trost, die im Advent traurig sind oder trauern:

"Das schreib dir in das Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier."

O Heiland, reiß die Himmel auf: Sehnsuchtslied, damals und heute

Für Autorin Verena Maria Kitz passt ein Lied in diesem Corona-Advent besonders gut: "O Heiland, reiß die Himmel auf". Sie erklärt in ihrem hr1 Zuspruch, dass dieses Lied aus dem 17. Jahrhundert stammt.

"Das Bild und die Sprache dieses Liedes sind uns zwar ganz schön fremd. Aber die Sehnsucht nach Segen, nach Heil und Frieden von 'oben', die passt doch gerade in diesem Jahr wie seit langem nicht."

Die Nacht ist vorgedrungen: Eine ernste Entstehungsgeschichte

hr4 Übrigens-Autor Andreas Meyer vermisst im Advent im Corona-Jahr sehr das gemeinsame Singen von Liedern wie "Macht hoch die Tür", "Tochter Zion" oder "Die Nacht ist vorgedrungen", zu dem Jochen Klepper den Text geschrieben hat.

In seinem hr4 Übrigens erzählt er von einem Adventsvorsatz: "Jeden Tag will ich mir in den nächsten Wochen bis Weihnachten ein anderes der Adventslieder genauer anschauen."

Zum Beispiel die ernste Entstehungsgeschichte des Liedes von Jochen Klepper zurzeit des Nationalsozialismus.

Macht hoch die Tür: Es kommt der König der Herrlichkeit

Auch Autor Alexander Matschak geht in seiner hr2 Morgenfeier den Hintergründen von Adventsliedern nach. Zum Beispiel dem wohl bekanntesten Lied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit":

"Fast 400 Jahre ist dieses Lied schon alt. Den Text hat der evangelische Pfarrer Georg Weissel aus Königsberg im Jahr 1623 geschrieben – zur Einweihung einer Kirche.

Der Text zitiert unter anderem aus Psalm 24, wo es heißt: 'Ihr Tore, hebt eure Häupter, hebt euch, ihr uralten Pforten, denn es kommt der König der Herrlichkeit!'"

Und Alexander Matschak erzählt, aus welchem Weihnachtsliederbuch er schon als Kind lauthals gesungen hat.

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