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Buß- und Bettag
Bild: Orange Cube

Buß- und Bettag

Bernd Spriestersbach
Ein Beitrag von Bernd Spriestersbach, Evangelischer Pfarrer i. R., Fulda
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Heute ist Buß- und Bettag. Er findet statt, auch wenn er kein gesetzlicher Feiertag mehr ist. 1995 zur Mit-Finanzierung der Pflegeversicherung abgeschafft. 

1532 der erste Buß- und Bettag

Den ersten evangelischen Buß- und Bettag gab es 1532 in Straßburg. Der Anlass: Drohende Kriegsgefahr. Land und Leute wurde ein Büßen und Beten verordnet. Das Ziel: Gott gnädig stimmen. Hilfe und Errettung erlangen.

Ein sinnvoller Tag

Mit dem Büßen und Beten haben wir es heute nicht mehr so. Trotzdem finde ich einen solchen Tag sinnvoll. Es ist ein gemeinsames Innehalten. Missstände, Fehlentwicklungen in Gesellschaft und Welt werden in den Blick genommen. Ebenso die Nöte im eigenen Leben. Beides bringen wir vor Gott. Jedes Jahr gibt es ein Motto zum Buß- und Bettag. ‚TROTZDEM‘ lautet das diesjährige. 

Trotz schwerer Zeiten die Hoffnung nicht aufgeben

Wir erleben im Moment schreckliche Zeiten. Angst macht sich breit. Krieg und Gewalt bedrohen die Welt. Die Krisen sind so vielfältig. Man könnte verzagen. Das TROTZDEM des Buß- und Bettags steht dagegen. 

Wir geben die Hoffnung nicht auf. Die Hoffnung auf Frieden. Eine intakte Umwelt. Auf Gerechtigkeit und lebenswürdiges Leben. Für alle. So komplex und alles manchmal aussichtslos erscheint – TROTZDEM bitten und beten wir für diese Welt.

Trotzdem - das Plakat zum heutigen Buß- und Bettag

Das Plakat zum heutigen Buß- und Bettag ist in Blau gehalten. Der Farbe des Himmels. TROTZDEM – steht übergroß in fetten Großbuchstaben darauf. Mit einer Lücke zwischen dem ‚Trotz‘ und dem ‚dem‘. Trotz-dem. 

Das Plakat zeigt einen jungen Menschen, der mit Anlauf über die Kluft springt. Springt vom TROTZ zum DEM. Darum geht es am Buß- und Bettag. Dem trotzen, was zerstört. Gräben überwinden. Aktiv werden. Auf Gott hoffen. Jetzt erst recht.
 

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