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Hoffnungsgeschichten
Bild: medio.tv / Schauderna

Hoffnungsgeschichten

Kathrin Wittich-Jung
Ein Beitrag von Kathrin Wittich-Jung, Evangelische Pfarrerin, Studienleiterin, Hofgeismar
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Ich brauche Hoffnungsgeschichten. 
Gerade im Moment. Weil die Welt ist, wie sie ist. Und weil es vielleicht gerade im eigenen Leben nicht gut ist. Hoffnung ist immer auch ein Wagnis.  

Denn es könnte sein, dass sie sich nicht erfüllt. Und dass es eben kein gutes Ende wird. 

Ein Funke Hoffnung im Herzen

Und trotzdem liegt im Herz ein Funke Hoffnung. 
Manchmal rückt sie bei all den Nachrichten von Krieg und Gewalt in den Hintergrund. Aber ein Funke bleibt da. Und ich finde die Hoffnung dann in der Stille wieder. Oder in alten Geschichten.

Die Hoffnungsgeschichte von Zacharias

Eine dieser alten Hoffnungsgeschichten ist die von Zacharias. 
Zacharias, das heißt: Gott gedenkt. 

Er und seine Frau haben einen großen Wunsch: Ein Kind. Beide sind zu alt und haben die Hoffnung schon aufgegeben. 

Zacharias sagt: „Gott hat uns vergessen.“
Aber dann taucht ein Engel auf. 

„Fürchte dich nicht,“ sagt er, „Du und Elisabeth werdet ein Kind bekommen.“
„Wirklich? Das kann doch nicht sein. Ich bin alt und meine Frau ist es auch.“ 

Die Botschaft des Engels und Zacharias Antwort

Da sagt der Engel: Du wirst stumm werden und nicht reden können, bis zu dem Tag, an dem dein Sohn geboren wird, weil du mir und meinen Worten nicht geglaubt hast.“

Und Zacharias wird stumm. Weil er nicht an die Wirklichkeit Gottes, sondern an die Wirklichkeit der Welt geglaubt hat. 

Und ja, Elisabeth wird wirklich schwanger und sie bringt ihren Sohn – Johannes auf die Welt. 

Und dann singt Zacharias, weil sich seine Hoffnung erfüllt hat. Auch wenn alles dagegen gesprochen hat.

Alte Geschichten, die auch uns Hoffnung machen

Manchmal braucht’s die alten Geschichten, um wieder zur eigenen Hoffnung zu finden. 

Manchmal muss mir einer erzählen, warum er auch diesen Advent mag und sich dem adventlichen Zauber hingibt. 

Worte leihen aus der Bibel

Manchmal muss ich mir die Worte aus der Bibel leihen, weil meine eigenen zu klein sind und in meinem Herz der Zweifel über der Hoffnung steht. 

Und das gehört auch zu unserem Glauben: Hören, was andere geglaubt und gehofft haben. Und wie Gott ihnen neue Möglichkeiten eröffnet hat. Und selbst hoffen.

 

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