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In der Zwischenzeit
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In der Zwischenzeit

Patrick Smith
Ein Beitrag von Patrick Smith, Evangelischer Pfarrer, Frankfurt
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Es duftet im Haus. Nach Butter und Vanille. Nach Advent und vor allem nach den Plätzchen, die wir backen. Mein kleiner Sohn und ich sitzen vor dem Ofen und schauen gebannt durch die Glasscheibe. Nur noch drei Minuten. Jetzt noch zweieinhalb. 

Die Plätzchen sehen noch blass aus, aber das wird sich gleich ändern. Meinem Sohn kann es nicht schnell genug gehen.

Gleich sind sie fertig, aber eben noch nicht. Und da ist es: das "Noch nicht". Diese Zwischenzeit. Das Warten. 

"Ich mag diese Zeit des Wartens"

Darum geht es auch im Advent. Es ist noch nicht so weit. Der Dezember hat erst begonnen und dennoch weist alles schon auf Weihnachten hin. Aber bis zum Heiligen Abend sind es noch einige Wochen. Und die verbringen wir mit Warten.

Ich mag diese Zeit. Weil ich das Ende schon vor meinem inneren Auge habe. Wie die fertig gebräunten Plätzchen durch die Scheibe im Ofen. Ich freue mich jetzt schon auf das, was kommen wird. Und dann darf es auch dauern. 

Ein Bibelvers für den Advent

Mich begleitet in diesem Advent ein Wort aus der Bibel: "Gott richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus." (2. Thess 3,5). Das Warten hat ein Ziel.

Und währenddessen richte ich mein Herz aus auf jedes Zeichen von Liebe. Zum Beispiel auf den liebevollen Moment, wenn ich mit meinem Sohn zusehe, wie im Ofen die Plätzchen backen. 

 

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