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Augen auf mit Rad und Hund
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Augen auf mit Rad und Hund

Patrick Smith
Ein Beitrag von Patrick Smith, Evangelischer Pfarrer, Frankfurt
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Bei uns im Ort gibt es einen wunderschönen Feldweg. Er führt an einem Bach vorbei, an Obstbäumen und hohen Wiesen. Ich liebe die Aussicht. Mein Hund liebt ihn auch und erschnüffelt dutzende neue Gerüche. Er saust aufgeregt von einer Seite des Weges zur anderen. Hier riecht er das Gras, da hört er eine Maus rascheln. Der Hund kann hin- und herspringen, so lange kein Radfahrer vorbeiflitzt. Auch die lieben diesen Feldweg. Rennradfahrer auf schlanken Aluminiumrädern sind schnell unterwegs. Sie genießen die Strecke und die freie Fahrt ohne Autos.

Hund und Radfahrer - beide wollen flitzen

Der Konflikt ist vorprogrammiert: Ein großer, schwarzer Hund im Land der Gerüche und ein blitzschneller Radfahrer. Das kann gefährlich werden. Was tun? In öffentlichen Parkanlagen und Grünflächen muss ich den Hund anleinen. Wo keine Anleinpflicht besteht wie auf meinem Feldweg, muss Herrchen oder Frauchen wachsam sein und den Hund rechtzeitig rufen. Und Radfahrer machen es leichter, wenn sie ein Signal geben. Klingeln zum Beispiel. Der Hund soll nicht angefahren werden und der Radfahrer soll nicht stürzen.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig

Die Lösung scheint naheliegend: Achtet aufeinander. Nicht jeder nur auf sich selbst. Die Straßenverkehrsordnung nennt das „gegenseitige Rücksichtnahme“. Mir gelingt das besser, wenn ich mich an meinen christlichen Glauben erinnere. Schon in der Bibel steht „Jeder von uns soll auf den anderen Rücksicht nehmen, damit es ihm gut geht.“ (Röm 15,2). Rücksichtnahme tut allen gut, weil eine Menge Stress erspart bleibt. Mir, den Radfahrern und dem Hund. 

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