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Weltweites Mitgefühl
Peggy + Marco Lachmann-Anke/Pixabay

Weltweites Mitgefühl

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von

Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt
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Moderator/in:Ich glaube, daran können wir uns alle noch erinnern:Morgen ist es ein Jahr her, dass in Thailand die letzten Mitglieder einer Jugend-Fußballmannschaft aus der überfluteten Tham-Luang-Höhle gerettet werden konnten. Mehr als zwei Wochen hat die ganze Welt mit den dreizehn Eingeschlossenen gebangt und gehofft … und dann wurden sie tatsächlich befreit. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Warum hat uns das denn alle so berührt?

Ich glaube, das hat mehrere Gründe: Wir alle kennen die Ur-Angst, in einem dunklen Raum eingeschlossen zu sein … die Jugendlichen waren vom Regen in der Höhle überrascht worden, also durch widrige Umstände in diese Situation geraten … und es gab echte Hoffnung, dass man sie rausbekommt. Und diese Mischung aus „Es ist schrecklich, es könnte jedem passieren, und wir wünschen uns so sehr, dass sie gerettet werden“ hat jedenfalls mich damals sehr bewegt.
Außerdem wurde schnell klar: Wenn das klappen soll, dann muss die ganze Welt mithelfen.

Weil die Thailänder sich Experten aus dem Ausland geholt haben?

Genau, am Ende waren über 1000 Helferinnen und Helfer aus – ich glaube – fünfzehn Nationen an der Höhle. Die besten Fachleute der Welt. Und keiner hat gezögert zu helfen. Was für eine tolle Erfahrung … und was für eine Botschaft: Es gibt Dinge, die schaffen wir nur gemeinsam.

Da konnte man sehen, wie wichtig Mitgefühl ist …

Ja. Ein Miteinander gibt es nur mit Mitgefühl. Wenn ich die Not und die Freude des anderen wahrnehme. In der Bibel heißt es: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“ Also: Nehmt Anteil aneinander. Die Rettung der Jugendlichen in Thailand hat gezeigt, wie das aussehen kann.

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