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November
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November

Anke Zimmermann
Ein Beitrag von

Anke Zimmermann,

Evangelische Pfarrerin, Homberg/Efze
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Der November ist ein schwieriger Monat, sagen viele. Mit Novemberwetter verbinden wir trübe Tage, viel Grau, Nebel und oft auch Regen. Der November ist mit eher schwierigen Tagen im Kirchenjahr verbunden: Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Allerheiligen und Totensonntag. Die Vergänglichkeit und Endlichkeit des Lebens kommt in diesem Monat stärker in den Blick.

Menschen gehen auf den Friedhof und legen Gestecke auf die Gräber ihrer Verstorbenen. Mit Traurigkeit und Nachdenklichkeit ist der November für viele verbunden.

Auf der Straße treffe ich einen alten Mann. Er sagt zu mir: „Wissen Sie, der November ist wie das Leben. Meine Kräfte werden weniger. Ich kann nicht mehr so wie früher. Es geht ans Abschiednehmen.“

So wird die Natur zum Gleichnis für das eigene Leben. Das kann traurig und schmerzlich sein. Aber so ist der Lauf der Zeit. Wir alle wissen, dass wir immer nur Gäste auf dieser Erde sind. Daran erinnert uns der November auf besondere Weise, und ich denke, das gilt es auszuhalten.

Texte und Lieder des Glaubens können uns dabei helfen. Sie weiten den Blick. In der Bibel begegnen uns Hoffnungsbilder. Paulus schreibt: „Jedes Samenkorn, das gesät wird, das muss vergehen, ehe neues Leben daraus wächst. So ist es auch mit uns. Wir sind wie ein Samenkorn, das einmal vergeht. Aber wenn wir auferstehen, dann sind wir unvergänglich.“ Der Glaube weitet den Blick. Aus dem Ende hier auf Erden, da wird im Himmel ein neuer Anfang werden. Das ist die große Hoffnung unseres christlichen Glaubens in einer vergänglichen Welt.

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