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Menschen können etwas verändern
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Menschen können etwas verändern

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von

Marcus C. Leitschuh,

Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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15 Jahre ist sie. Aber statt zur Schule zu gehen, setzt sie sich einen Tag pro Woche vor das schwedische Parlamentsgebäude. Dort fordert sie von den Erwachsenen konkretes Handeln gegen den Klimawandel. Wegen dieses Protestes ist Greta Thunberg in aller Munde. Greta trägt ihre Anliegen mit großer Ernsthaftigkeit vor. Sie spricht beim Weltwirtschaftstreffen in Davos mit vielen Regierungschefs. Sie ist beim UN-Klimagipfel und in Talkshows. Prominente und Politiker geben sich bei ihr die Klinke in die Hand. Kein Fernsehtag vergeht, wo sie nicht irgendwo den Verantwortlichen die Leviten liest. Am Anfang sitzt Greta noch allein da. Mehr und mehr Schülerinnen und Schüler folgen mittlerweile ihrem Beispiel. In Schweden, aber auch in vielen anderen Städten der Welt. Ihre Aktion hat sich weltweit herumgesprochen. Ganz egal wie man zu Gretas Schulstreik steht, eines macht die junge Aktivistin eindrucksvoll deutlich: Ein einzelner Mensch kann etwas bewegen, kann aufrütteln und ein Thema weltweit ins Gespräch bringen. Für mich sind Greta und viele andere in ähnlicher Weise engagierte Menschen Boten des christlichen Menschenbildes: Christen glauben, dass wir Menschen eine Verantwortung für die Schöpfung haben. Sie ist uns von Gott anvertraut. Jeder Mensch kann dazu seinen Beitrag leisten. Jeder kann sich nach seinen Fähigkeiten, Talenten und Möglichkeiten einbringen. Es muss nicht gleich wie bei Greta Thunberg, die große Weltbühne sein und der Klimawandel. Es gibt auch die Themen und Möglichkeiten zum Engagement in jeder Stadt, im Stadtteil und der eigenen Straße. Greta Thunberg ist ein motivierendes Beispiel. Menschen können die Welt verändern – jeder auf seine Weise. Und ich füge hinzu: Gott schafft die Menschen jeweils unterschiedlich, damit sie unterschiedliche Ansätze haben, die Welt zu ändern und die Schöpfung zu schützen.

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