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Gott segne Sie und bleiben Sie gesund!
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Gott segne Sie und bleiben Sie gesund!

Daniel Stehling
Ein Beitrag von Daniel Stehling, Pastoralreferent und Katholischer Religionslehrer, Fulda
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Zwei Hände. Sie strecken sich mir entgegen. Die Handinnenflächen zeigen nach oben. Geformt zu einer Schale. Wie einen kostbaren Schatz bergen diese Hände eine kleine, sonnengelb leuchtende Blüte. Die Hände halten mir diese Blüte entgegen. Darunter die geschriebenen Worte: Gott segne Sie und bleiben Sie gesund!

Diese Postkarte hat meine Kirchengemeinde schon vor vielen Wochen verteilt. Nun steht sie auf meinem Schreibtisch. Jeden Tag sehe ich sie. Gerade in diesen Wochen, wo das Coronavirus mir Angst macht; Wo das Leben seit Wochen so ganz anders abläuft, als ich es gewohnt bin; gerade jetzt ist diese Postkarte ist für mich zu einem wichtigen Zeichen geworden. Ich darf als Christ darauf vertrauen, dass ich in Gottes Hand bin, was auch immer kommen mag. Genau wie auf der Postkarte. Gott hält mich wie die sonnengelbe Blüte in seinen Händen, behutsam und schützend. Für mich persönlich wird dieser Schutz durch Gottes Segen erfahrbar. Auf Latein heißt segnen „benedicere“, was wörtlich ins Deutsche übersetzt „Gutes sagen“ bedeutet. Gott spricht mir also Gutes, mich Stärkendes zu. Und das auf vielen Wegen. Als Religionslehrer denke ich da natürlich zunächst an die Bibel, in der das Wort Gottes in schriftlicher Form vorliegt. Aber auch in den aufbauenden Worten einer Predigt oder eines geistlichen Impulses spüre ich Gottes Nähe. Ganz sicher ist er mir auch in den Worten und Gesten meiner Mitmenschen nah, die mir einen freundlichen Gruß zurufen oder mir fröhlich zuwinken. Die mir schreiben oder mich anrufen und mich nicht vergessen. In diesem Sinn: Gott segne Sie und bleiben Sie gesund!

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