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Wege sind zum Gehen da!
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Wege sind zum Gehen da!

Christoph Hartmann
Ein Beitrag von Christoph Hartmann, Lehrer und Referent für Schulpastoral
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Viele meiner Schüler haben in den vergangenen Tagen ihr Abitur gemacht und stehen vor einem neuen Lebensabschnitt. Manche von Ihnen machen ein Freiwilliges Soziales Jahr, manche beginnen mit einer Ausbildung und andere wiederum beginnen ein Studium. Wie es wohl werden wird?

Das erfahren sie nur, wenn sie den gewählten Weg gehen. Indem sie unterwegs sind, neue Erfahrungen machen und Menschen kennenlernen. Nur so entdecken sie über kurz oder lang, ob der eingeschlagene Weg wirklich ihr Weg ist, der sie glücklich und zufrieden macht. Dabei geht es nicht darum, den Eltern zu gefallen und das zu tun, was sie gerne hätten. Es geht darum, seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Und das gilt nicht nur für meine Abiturienten.

Den Weg mit Jesus gehen

So berichtet z. B. die Bibel von Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen standen. Jesus ruft immer wieder Menschen in seine Nachfolge. Die Jünger müssen los- und zurücklassen. Wie es schließlich ist, mit Jesus unterwegs zu sein, erfahren sie auch nur, indem sie mitgehen. Von der Nachfolge, von der das heutige Tagesevangelium berichtet, heißt es, dass die Jünger alles zurücklassen sollen, um ihm zu folgen. Was für eine Situation. Ich stelle mir vor, dass solch ein Schritt nur gelingt, wenn die Wirklichkeit Gottes in dem Leben der Jünger so richtig eingeschlagen hat. Leider geht es vielen Menschen da nicht so wie Paulus, den es sogar vom Pferd gehauen hat. Aber diese Wirklichkeit Gottes macht frei und unverfügbar für den Herrn und für andere. Die anderen, das sind Menschen, die leiden, krank sind, trauern oder Hilfe suchen. Gerade sie sollen von der Wirklichkeit Gottes erfahren.

Peter und Paul

Zwei besondere Persönlichkeiten, die diese Wirklichkeit Gottes in die Welt getragen haben, feiert die katholische Kirche heute: Es sind die zwei Apostel Petrus und Paulus. Sie wagen Nachfolge und geben Zeugnis von dieser Wirklichkeit Gottes. Der eine wird zum Felsen der Kirche, der andere zum Völkerapostel. In Wort und Tat sind sie zu zwei tragenden Säulen des Christentums geworden. Die Wirklichkeit Gottes hat sie bis zum Ende ihres Lebens getragen.

Petrus und Paulus sind ihre ganz persönlichen Wege gegangen. Ich wünsche meinen Abiturienten und uns allen, dass wir mutig neue Wege wagen im Vertrauen auf die Wirklichkeit Gottes.

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