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Wünschewagen
Bild: ASB Hessen

Wünschewagen

Dr. Klaus Depta
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Dr. Klaus Depta,

Katholischer Rundfunkbeauftragter, Fulda
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Moderator/in: In Berlin, Potsdam, Dresden und Lübeck hängen sie seit wenigen Tagen: große Plakate, die auf den Wünschewagen aufmerksam machen. Jetzt werden Sie vielleicht sagen: Wünschewagen? Kenn ich nicht! Damit geht es Ihnen wie vielen anderen: Obwohl es den Wünschewagen seit Ende letzten Jahres auch bei uns in Hessen gibt, kennt ihn kaum jemand. Klaus Depta von der Katholischen Kirche: Was ist denn das überhaupt, dieser Wünschewagen.

Mit dem Wünschewagen lassen sich für schwerstkranke und sterbende Menschen letzte Wünsche erfüllen. Einmal noch ans Meer, einmal noch die alte Heimatstadt sehen, einmal noch einen weit entfernt lebenden Bekannten wiedersehen – das sind so typische Wünsche. Oder auch einmal bei Filmaufnahmen der Rosenheim Cops zuschauen oder Sarah Connor treffen – alles Wünsche, die in der letzten Zeit erfüllt wurden.

Dabei geht es aber um mehr als nur darum, jemandem einen Wunsch zu erfüllen?!?!

Ja, genau. Damit verbunden ist das Signal, einen Sterbenden mit seinen Ängsten und Nöten nicht allein zu lassen. Ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen, kann ihm helfen, seinen bevorstehenden Tod leichter anzunehmen.

Wie kann ich zum Beispiel einen Schwerstkranken aus meinem Freundeskreis und den Wünschewagen zusammenbringen?

Über die Webseite wünschewagen.de. Dort klickst du auf Wünschewagen Hessen und machst ein paar Angaben zum Fahrgast: zur Art der Erkrankung, zu Gehhilfen, die man mitnehmen muss, zu Medikamenten… alles ganz einfach. Und dann gibst du noch den persönlichen Wunsch ein. Übrigens: Beim Wünschewagen ist auch immer ein Sanitäter mit an Bord – falls wirklich einmal unterwegs medizinische Hilfe notwendig wird.

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