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Mut zur Veränderung – auf Gottes Hilfe dürfen wir vertrauen
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Mut zur Veränderung – auf Gottes Hilfe dürfen wir vertrauen

Michael Friedrich
Ein Beitrag von

Michael Friedrich,

Volkshochschulleiter und Diakon, Hosenfeld
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Die folgende kleine Geschichte und Feststellung wird Lothar Zenetti zugeschrieben. Er war Theologe, Schriftsteller und von 1981 bis 1991 Sendebeauftragter der katholischen Kirche beim Hessischen Rundfunk.

Und Zenettis Geschichte geht so: Frage hundert Katholiken was das Wichtigste in der Messe ist, dann werden sie dir antworten: "Die Wandlung der Hostie!" Sage 100 Katholiken das Wichtigste in der katholischen Kirche ist dann ja die Wandlung, dann werden sie empört entgegnen: "Um Himmels Willen nein, es soll alles so bleiben wie es ist!"

Die Frage nach Veränderungen stellt sich mir, stellt sich jedem Menschen öfter als es uns lieb ist. Beispiele: Eine Organisationsänderung führt zu Umbesetzungen und neuen Aufgaben im Berufsleben. Neue Abläufe und Standards werden in der Firma eingeführt. Ein Schulwechsel der Kinder führt zu einer Veränderung der morgendlichen familiären Abläufe. Und im Zuge der Coronakrise haben häufig neue Regelungen ein verändertes Verhalten von uns gefordert. Ich denke aber auch an die Diskussionen in der katholischen Kirche, Frauen mehr Dienste zu ermöglichen.

Ich gebe gerne zu, auch mir fallen Neuerungen schwer. Sie bringen gewohnte Sicherheiten durcheinander, sind unbequem und machen vielleicht sogar Angst. In mir macht sich Unsicherheit breit und die Sorge wächst. Vieles in mir lehnt sich sogar dagegen auf. Aber es muss und kann nicht alles so bleiben wie es ist! Im Buchhandel finde ich viele Ratgeber für eine gute Lebensführung oder für Manger zur Gestaltung des Wandels. Darin sind zahlreiche Tipps und Anregungen, die auf ihre Umsetzung warten.

Ich kenne aber auch die Situation, dass Veränderungen in meinem Leben ganz grundsätzlich sein können. In der Bibel im 2. Korintherbrief kann ich lesen, dass Menschen mit Jesus zu einer neuen Schöpfung werden (2. Kor. 5,17) Das macht mir Mut zu wissen, dass Gott selbst in seinem Sohn angetreten ist, um jedes Leben, um mein Leben, zu erneuern und zu verwandeln. Das baut a.uf und gibt mir Zuversicht. Auch der Prophet Jesaja richtet in seinen Worten schon den Fokus auf die Zukunft: "Denkt nicht mehr an das, was früher war. Seht her, nun mache ich etwas Neues." (Jes 43,18f)

Für mich schließe ich daraus, dass ich mich im Vertrauen auf Gottes Hilfe für Neues öffnen kann. Das gilt für die ständigen kleinen Veränderungen im Alltag. Das gilt auch für die großen Weichenstellungen im Leben. Und ich wünsche mir auch mehr Mut zur Veränderung in der Kirche. Auf Gottes Beistand und seine Hilfe darf jeder setzen.

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