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Welttag der Kranken und des Notrufs

Welttag der Kranken und des Notrufs

Andrea Maschke
Ein Beitrag von

Andrea Maschke,

Pastoralreferentin im Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität, Frankfurt
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Heute, am 11. Februar ist der Welttag der Kranken. Ich wohne in einem Frankfurter Stadtteil, in dem auch zwei Krankenhäuser liegen. Immer wieder fährt unter meinem Fenster mit lautem Tatütata ein Krankenwagen vorbei. Manchmal horche ich auf und es kommt mir wie ein Stoßgebet der Wunsch: „Hoffentlich ist es nicht so schlimm“, oder der bittende Gedanke: „Hoffentlich kommt die Rettung noch rechtzeitig“ in den Sinn, verbunden mit einem kurzen mulmigen Gefühl. - So, wie wenn man weit vor sich auf der Straße das Blaulicht entdeckt.

Der Tag der Kranken ist ein Tag, an dem ich besonders an die Kranken in meinem Umfeld denken kann, vielleicht auch im Gebet. Ich könnte ihn aber auch zum Anlass nehmen, jemanden, der jetzt oder auch länger schon krank ist, mal anzurufen oder dort vorbei zu schauen.

Der 11. Februar ist aber, und ich finde, das passt gut dazu, auch der Tag des Notrufs. Genau, 112, so wie das heutige Datum, der 11.2.

112 - Notrufnummer europaweit

112, das ist die Nummer, die früher von den öffentlichen Münztelefonen auf der Straße kostenlos anrufbar war und auch heute noch, wenn man denn mal eines findet. Vor allem ist es aber eine der Nummern, die von jedem Handy auch dann noch anwählbar ist, wenn das Guthaben aufgebraucht ist. Vielleicht ist es die bekannteste Nummer in Deutschland, zusammen mit der 110.

Hinter dem 112 verbirgt sich der Rettungsdienst und die Feuerwehr. Und weil ich ein bisschen recherchiert habe, weiß ich nun, die 112 rettet nicht nur in Deutschland Leben, sondern in fast allen Ländern Europas. Die Menschen, die sich hinter der Telefonnummer verbergen, also am anderen Ende der Leitung sitzen, wissen nie so ganz genau, in welche Situation oder Notlage sie gerufen werden. Und die meisten von ihnen haben wohl schon viel gehört und gesehen, auch viel Schreckliches.

Riesenrespekt für die Helfer in der Not

Das hält nicht jede und jeder aus und ich habe einen Riesenrespekt, wenn jemand sich entschließt, bei der Feuerwehr zu arbeiten, viele sogar ehrenamtlich, oder aber als Rettungssanitäter oder Notärztin. Hut ab!

Umso wütender macht es mich, wenn ich höre: Diese Menschen werden nicht nur in ihrer Arbeit behindert, etwa durch neugierige Gaffer, die keine Rettungsgasse bilden auf der Autobahn, sondern sie werden immer häufiger selbst tätlich angegriffen. Es kann also gefährlich sein, anderen zur Hilfe zu kommen! Verkehrte Welt! Dabei ist doch jeder froh, in einer Notsituation kompetent geholfen zu bekommen.

Wenn heute wieder ein Rettungswagen unter meinem Fenster vorbei kommt, dann werde ich ihm in Gedanken einen Dank mit auf den Weg schicken.

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