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Ein Riesentisch
picture alliance/dpa | Arne Dedert

Ein Riesentisch

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von

Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Moderator/in:  Am kommenden Wochenende findet in Frankfurt der 3. Ökumenische Kirchentag statt. Natürlich wegen der Pandemie nur digital. Aber: An der Frankfurter Hauptwache steht schon seit einige Tagen ein gigantischer, himmelblauer Tisch: 28 Meter lang und bis zu zwei Meter hoch.

Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Diesen Riesentisch haben die gastgebenden Kirchen des Ökumenischen Kirchentags aufgebaut. Was wollt ihr uns denn damit sagen?

Na, erst mal ist ja ein Tisch ein starkes Symbol für „Miteinander“, „Gemeinschaft“, „zusammen … leben, essen und feiern“. Also: Genau das, was durch Corona fehlt.

Dazu kommt: Der Tisch besteht aus vier unterschiedlich großen Teilen. Die stehen auch nicht ganz zusammen. Das heißt: Die Einzeltische sind unterschiedlich hoch und breit und die Stühle auch, die dazu gehören. Auf einigen fühlst du dich wie ein Hobbit, auf anderen richtig groß.

Das Spannende ist: Von fast überall siehst du vier getrennte Tische, aber von einem bestimmten Punkt aus, aus einer Perspektive hast du plötzlich den Eindruck: Hey, das ist eine lange zusammenhängende Tafel. Wirklich beeindruckend.

Das heißt: Es geht darum, genau hinzuschauen?

Ja! Nicht nur auf das sehen, was uns trennt. Besser den Punkt suchen, an dem wir entdecken: „Wir sitzen alle an einem Tisch“.

Übrigens wird der Riesentisch jeden Tag von Aktionsgruppen gedeckt – um Gespräche anzuregen. Am Samstag ist zum Beispiel „Maria 2.0“ dran, die katholische Initiative von Frauen, die sagen: „Die Kirche muss sich radikal erneuern.“ Das ist Kirchentag. Und unter www.oekt.de kann jede und jeder kostenfrei dabei sein.

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