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Die Opfer nicht vergessen
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Die Opfer nicht vergessen

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg
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Heute ist der 11. September. 19 Jahre sind die Anschläge von New York jetzt schon  her. Wo war ich damals? Wie habe ich von diesen Anschlägen erfahren? Wie habe ich darauf reagiert? Solche schrecklichen Ereignisse brennen sich fest ins Gedächtnis.

Ihr stockte der Atem...

Ich war damals nachmittags bei meiner Oma zu Besuch. Sie lag krank im Bett. Eher zufällig hab ich den Fernseher eingeschaltet. Da sah ich den ersten Twin-Tower brennen, wenig später den zweiten, und dann sind beide in sich zusammengestürzt. Was ich dabei empfunden habe, kann ich kaum in Worte fassen. Ich war wie gelähmt, konnte mich stundenlang nicht mehr von den Bildern und Nachrichten lösen. So etwas Schreckliches, und dazu noch in Liveübertragung, hatte ich vorher noch nie gesehen. Meine Oma hat sich zurückversetzt gefühlt an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Ihr stockte der Atem, sie konnte ihre Tränen nicht zurückhalten.

Niemals vergessen und den Opfern helfen 

Ich finde es wichtig und richtig, dass jedes Jahr an diesen Terroranschlag erinnert wird, gerade auch, um der Tausenden von Opfern zu gedenken.

Ich will mich an die Opfer erinnern – und nicht abstumpfen angesichts vieler Menschen, die ja immer wieder Katastrophen zum Opfer fallen. Damals und heute auch. In Corona-Zeiten sind ja besonders viele Menschen etwa vom Verhungern bedroht, viele tausend sterben, weil das Virus ihnen die Lebensgrundlagen entzieht.

Ich finde: Es ist wichtig, nicht gleichgültig zu werden. Auch mal Tränen zu vergießen. Und den Opfer zu helfen, mit den Mitteln, die ich habe. Ich glaube, ich werde mal nach längerer Zeit wieder was spenden.

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