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Spenden statt Einkaufsstress
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Spenden statt Einkaufsstress

Beate Hirt
Ein Beitrag von

Beate Hirt,

Senderbeauftragte der katholischen Kirche beim hr, Frankfurt
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Ja, auch ich werde mich heute in die Geschäfte werfen und das eine oder andere Weihnachtsgeschenk kaufen. Ich werde mich durch Menschenmassen drängeln und an den Kassen Schlange stehen. Und dabei gegen die wachsende Aggression in mir ankämpfen. Ich mag sie nämlich gar nicht, diese Großkampf-Einkaufstage vor Weihnachten. Und ich bin froh, wenn ich sie wenigstens ein bisschen reduzieren kann.

Mein Rezept lautet da mittlerweile: Spenden statt Einkaufsstress. Vor ein paar Jahren haben wir in der Familie beschlossen: Wir schenken uns unter den Erwachsenen nichts mehr zu Weihnachten, es gibt nur noch was für die Neffen und die Nichte. Stattdessen überlegen wir uns ein Projekt, für das wir alle etwas spenden wollen. Und die eine oder andere Freundin von mir hat in den letzten Jahren auch einen Spenden-Gutschein geschenkt bekommen. Ideen für solche Spenden gibt es ja jetzt im Advent zuhauf: Spendenaufrufe kommen per Post und per Email – und sogar per Radio. Der hr hat ja auch eine Spendenaktion laufen jetzt vor Weihnachten: Beim „hr-Weihnachtsstern“ wird für Kinder in Hessen gesammelt. Empfänger ist der Kinderschutzbund, der Kinder stark machen will, zum Beispiel durchs Kinder- und Jugendtelefon oder durch Kurse für Eltern. 

Aber auch bei den kirchlichen Hilfswerken gibt’s jetzt im Advent Spendenaktionen, die ich großartig finde: Adveniat zum Beispiel sammelt für eine bessere Schulbildung von Kindern in Lateinamerika. Besonders gut finde ich auch das Kinderhilfswerk „Die Sternsinger“, das Kindern in Flüchtlingslagern in Syrien und Kolumbien hilft.

Ich weiß noch nicht genau, für was ich spenden werde. Aber dass ich spenden werde, ist klar. Ich finde es einfach gut, im Advent nicht nur an den eigenen Konsum und die eigenen Wünsche zu denken. Sondern auch an Gerechtigkeit weltweit. Das ist ja auch die eigentliche Weihnachtsbotschaft: Frieden und Gerechtigkeit sollen wachsen. Und wir Menschen können dabei helfen. Spenden, das geht heutzutage ja ganz leicht im Internet, von zuhause aus. Ich muss mich also, wenn ich spende, weniger in die vollen Geschäfte und Städte werfen. Meinen Weihnachtsstress kann ich so ein bisschen reduzieren. Aber Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt: die können so größer werden.

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