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Gleichberechtigung ist der Schlüssel zum Frieden
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Gleichberechtigung ist der Schlüssel zum Frieden

Guido Hepke
Ein Beitrag von

Guido Hepke,

Evangelischer Pfarrer, Weilburg
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Sie trafen sich in der Stadt von Schiller und Goethe. 384 Männer und 37 Frauen kamen im Deutschen Nationaltheater in Weimar zusammen. Ihr Auftrag: Sie sollten eine demokratische Verfassung erarbeiten.

100 Jahre ist das her. Am 6. Februar 1919 versammelten sich die Abgeordneten erstmals in der Kleinstadt in Thüringen. In Berlin war es zu gefährlich. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte in der Hauptstadt Bürgerkrieg. Angezettelt von Links- und Rechtsextremisten.

Ich staune über den Mut der Abgeordneten damals. Ihr Leben wurde bedroht, weil sie sich einsetzten - für die Demokratie in Deutschland. Trotz aller Gefahren – sie engagierten sich für eine neue Verfassung.
In der gab es keinen Unterschied zwischen Reich und Arm. Männer und Frauen durften gleichermaßen wählen – und politische Ämter ausüben. Jeder Mensch war vor dem Gesetz gleich. Er hatte die gleichen Rechte, Pflichten und Freiheiten. Die so genannte Weimarer Verfassung war auch die Grundlage für unser heutiges Grundgesetz. Die Abgeordneten damals haben gewusst: Nur mit Gleichberechtigung ist Frieden möglich, in der Gesellschaft und zwischen den Völkern.

Der Blick zurück in die Geschichte zeigt: Demokratie ist kein Selbstläufer. Auch heutzutage gibt es Menschen, die lehnen unsere demokratisch-freiheitliche Grundordnung ab.
Die Abgeordneten, die vor 100 Jahren in Weimar zusammen gekommen sind, die sind für mich ein Vorbild. Auch heute müssen wir uns für die Demokratie einsetzen. Um den Frieden zu erhalten – in unserem Land und zwischen den Völkern.

Mir macht ein Satz aus der Bibel Mut: Suche den Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15)

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