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Eugen Eckert

Evangelischer Stadionpfarrer in der Commerzbank-Arena und Referent der EKD für Kirche und Sport

Eugen Eckert
AKTUELLE BEITRÄGE

Orte und Menschen, die mich geprägt haben
Als ich zur Welt kam, gab es in meiner Heimatstadt Frankfurt noch Trümmergrund-stücke. Im selben Jahr kam es zum „Wunder von Bern“ und auch zur Frage nach dem „Fußballgott“, die mich bis heute begleitet. 
Meine Mutter und mein Vater sind durch den Krieg aus ihrer ungarischen Heimat vertrieben worden. Im Flüchtlingslager in Deutschland lernten sie sich lieben. Als mein katholischer Vater darauf bestand, seine evangelische und mit mir schwangere Verlobte zu heiraten, folgte nicht nur ein konfessioneller Streit in den Familien, sondern auch die Exkommunikation meines Vaters. Mit meinen Eltern wurde mir darum die freikirchliche Methodistenkirche zur Heimat. Dadurch trage ich von Geburt an ein konfessionelles Grenzgängertum in mir und damit eine große ökumenische Sprachbefähigung. 
Besonders geprägt haben mich: meine viel zu früh verstorbene Grundschullehrerin, ohne die ich niemals Gymnasiast geworden wäre; der ehemalige Stadtjugendpfarrer Martin Jürges, der am Pfingstmontag 1983 mit seiner ganzen Familie, mitten im Frie-den, beim Absturz eines kanadischen Kriegsflugzeuges am Frankfurter Stadion getötet wurde; meine theologischen Lehrerinnen und Freundinnen Luise Schottroff und Dorothee Sölle und viele Musiker, mit denen ich Lieder, Oratorien und Kantaten schreibe.

Was mir Glaube bedeutet
Über meinen Glauben denke ich wie der bengalische Dichter Tagore: Glaube ist der Vogel, der schon singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.

Weshalb ich gern Pfarrer bin
Als Pfarrer an vielen Schnittstellen zum Sport habe ich mit Menschen zu tun, die sich faszinieren und begeistern lassen, die mit Lust spielen und ihre Sache leiden-schaftlich vertreten, deren Glaube, Hoffnung und Liebe sie durch Höhen und Tiefen trägt. Mich begeistert, dass ich Sportler*innen, Funktionäre und Fans dabei oft begleiten kann.

Das liebe ich am Radio
Das Radio ist für mich die wichtigste Informationsquelle durch den Tag. Weil ich aus dem Radio so viel mitnehmen kann, gebe ich gern auch etwas zurück – als Autor von Choralandachten beim WDR und von Morgenfeiern beim hr.

Was mir gut tut
Musik tut mir richtig gut. Seit 1975 bin ich Texter und Musiker in der Band HABAKUK. Ich liebe (geistliche) Pop-Musik, besonders die mit bewegenden Texten und unsterblichen Melodien. Und am Meer bin ich, so oft ich kann, mit meiner Familie und Freunden. 
 

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Eugen Eckert

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