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Jetzt beginnt die Fastenzeit
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Jetzt beginnt die Fastenzeit

Steffen Jahn
Ein Beitrag von Steffen Jahn, Referent für Weltkirche, Bischöfliches Generalvikariat Fulda
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Moderator/in: Nun ist sie definitiv vorbei: Die närrische Zeit hier bei uns in Hessen. "Endlich!", sagen die, denen die Fastnacht zu laut und zu feuchtfröhlich war. Die Narren trauern und der ein- oder andere muss vielleicht auch noch seinen Kater auskurieren. Seit gestern haben die Christen „Fastenzeit“. Steffen Jahn von der Katholischen Kirche, was hat es damit denn genau auf sich?

Am Aschermittwoch, also gestern, hat für die Christen nun die 6-wöchige Fasten- und Bußzeit begonnen. Die „Fastenzeit“ soll dazu einladen, mal anders zu leben als sonst. Viele verzichten deshalb auf etwas, das ihnen zur Gewohnheit geworden ist. Die Klassiker sind: kein Fleisch, kein Alkohol oder keine Süßigkeiten.

Naja, 6 Wochen freiwillig auf was verzichten, stelle ich mir ziemlich hart vor. Oder ist das eher was für Hessen, die gerne abnehmen wollen…?

Na ja, ...Verzichten, das kann vielleicht auch eine Bereicherung sein. Und beim „Verzicht“ auf Fleisch oder Schokolade geht es gar nicht primär ums Abnehmen. Das ist vielleicht für einige ein positiver Nebeneffekt. Und ein paar Schritte mehr zu Fuß zu gehen, ist bestimmt auch gut für die Gesundheit. Ich glaube es geht vor allem darum, seine eigenen Verhaltensweisen wieder bewusst zu machen und auch wieder mehr zu genießen. Und beim Fasten im christlichen Sinn lässt man etwas weg, um mehr zu bekommen: mehr Konzentration auf Gott. Vorbild dafür ist Jesus. Er hat 40 Tage in der Wüste gefastet, bevor er anfing zu predigen und zu heilen (Matthäus 4,1-11).

Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Du hast dir sicher auch was vorgenommen. Auf was verzichtest du in den nächsten Wochen?

Ich habe mich in diesem Jahr tatsächlich wieder für einen Klassiker entschieden. Ich will versuchen mal auf mein abendliches Bierchen zu verzichten. Und besonders an Tagen wie heute, wenn gleicht die Eintracht in Salzburg spielt, fällt mir das schon schwer. Darauf freue ich mich aber dann schon wieder an Ostern - Und: die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

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