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Missbrauchsstudie der Bischöfe
Bildquelle Pixabay

Missbrauchsstudie der Bischöfe

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg

 Heute wurde sie von der Deutschen Bischofskonferenz offiziell veröffentlicht: die Studie zum Thema „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“. Gunnar Bach von der katholischen Kirche, du bist Vater von drei Kindern und auch Seelsorger, welche Gefühle hast du, wenn du von diesen Missbrauchsfällen hörst?

 Das sind schlimme Verbrechen, Ich finde es unsäglich, was da in den letzten Jahren und bis heute passiert ist: viele Täter wurden gedeckt, viele Fälle vertuscht. Und viele sind nicht angezeigt worden. Jeder Fall ist einer zu viel, und man kann es gar nicht ermessen, wieviel körperliches und seelisches Leid den Opfern zugefügt worden ist.

 Was muss jetzt als Erstes passieren?

 Die Bischöfe müssen sich kümmern. Das muss Chefsache sein. Das Gespräch mit den Betroffenen suchen, sie wahrnehmen und hören, sich bei ihnen entschuldigen. Das muss radikal aufgearbeitet werden. Da handelt es sich um verwundete Menschen, nicht nur um Akten oder Fälle. Und dann muss es in Zukunft immer ein unmissverständliches Signal geben: Stopp! Stopp, wenn ich in der Kirche Machtmissbrauch oder Klerikalismus oder Gewalt mitbekomme. Dann darf ich mich nicht wegducken, sondern dann muss ich den Mund aufmachen und Hilfe holen.

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