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Meiner Geschwister Hüter
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Meiner Geschwister Hüter

Dr. Joachim Schmidt
Ein Beitrag von

Dr. Joachim Schmidt,

Evangelischer Pfarrer, Darmstadt
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Warum sind wir Menschen so, wie wir sind? Seit Urzeiten begleitet uns diese Frage. Warum ist am Ende oft jeder sich selbst der Nächste? Woher kommt der tiefsitzende Egoismus der Menschheit, diese weit verbreitete gleichgültig-achselzuckende Wurstigkeit angesichts von Unrecht, Krieg, Hass und Gewalt, von Klimawandel und Artensterben?

Das Drama begann mit der Vertreibung aus dem Paradies

Warum ist es so schwer, nicht nur an sich zu denken, selbst Verantwortung zu spüren, über den eigenen Gesichtskreis hinaus zu schauen? So richtig befriedigende Antworten auf diese Frage gibt es nicht. Aber die uralten Geschichten jüdischer Weisheit am Anfang der Bibel versuchen Deutungen. Sie sprechen von einem Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde – und seinen Menschen-Geschöpfen namens Adam und Eva. Die lebten einst, so heißt es, in einem wunderbaren Garten namens Eden. Aber sie missachteten Gottes Gebot und wurden aus dem Paradies vertrieben. Damit begann das Drama.   

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain …

Kain und Abel opfern dem Herrn

Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett.

Und der HERR sah Abel und sein Opfer gnädig an, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.

Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?

Musik

Das uralte Glaubensbekenntnis der Ichlinge: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“

„Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Der erste Mörder der Menschheitsgeschichte tritt in der biblischen Erzählung vom Anfang des Lebens ziemlich frech auf. Er hat seinen Bruder erschlagen und heuchelt Unschuld. Kein Bedauern, keine Reue, kein Eingeständnis des Ungeheuerlichen. Im Gegenteil: Was für eine Zumutung, dass er gefragt wird. Die alten Weisen, die diese Geschichte erzählten, hatten viel Menschenkenntnis. Trotz klarer Sachlage streitet der Mensch erst mal empört alles ab. Schon immer war die Welt voller Unschuldslämmer. Ich doch nicht! Und gerne dreht man wie einst Kain vorwurfsvoll den Spieß um: Soll ich meines Bruders Hüter sein? Das ist das uralte Glaubensbekenntnis der Ichlinge: Nur würden die das heute salopper sagen, etwa: „Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.“

„Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.“

Dieser Spruch wird dem 2006 verstorbenen US-Nobelpreisträger Milton Friedman zugeschrieben, Vordenker einer weitgehend schrankenlosen Marktwirtschaft. Wenn jeder nur seinen Vorteil sucht, so die Lehre, dann würden sich alle Interessen schon irgendwann gegenseitig auf das Schönste ausgleichen. Einige verdanken dieser Lehre großen Reichtum, und deshalb wird sie heute noch von ihnen hochgehalten.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander

Zur gleichen Zeit aber ging die Schere zwischen Reich und Arm in der Welt immer brutaler auseinander. Selbst wenn manche Weltgegenden wie Asien Fortschritte in der Armutsbekämpfung machen - in anderen Regionen ist es schlimmer geworden. Die Reichen wurden reicher und viele ärmer. Denn wer mit ein paar Millionen im Hintergrund nur an sich denken muss, hat schließlich ganz andere Möglichkeiten als der Tagelöhner. Aber soll ich etwa meines Bruders, meiner Schwester Hüter sein? Wenn jeder an sich denkt, ist doch an jeden gedacht!

Der in sich selbst verkrümmte Mensch

Der Kirchenvater Augustin hatte für solches Denken ein eindrucksvolles Bild, er nennt es auf Latein: Homo incurvatus in se. Ein in sich selbst verkrümmter Mensch, so nannte er diese völlige Selbstbezogenheit. Augustin war ein scharfer Beobachter. Man sieht förmlich eine zusammengekrümmte menschliche Figur, die Augen geschlossen, die Knie hochgezogen und den Kopf trotzig dazwischen gepresst, wortlos und blind und taub für alles um sie herum.

Das deutsche Wort Sünde kommt von Absonderung

Das, sagte Augustin, das ist die Sünde. Wer so denkt und handelt, der lebt abgewandt, ja regelrecht abgesondert von Gott und der Welt, an nichts interessiert als der eigenen Befindlichkeit und dem eigenen Wohlergehen. Das deutsche Wort Sünde kommt ja tatsächlich von Absonderung. Martin Luther nahm tausend Jahre nach Augustin diesen Gedanken auf und spitzte ihn weiter zu, als er über die Natur des Menschen schrieb:

Martin Luther spitzt den Gedanken weiter zu

„Unsere Natur ist durch die Schuld der ersten Sünde so tief auf sich selbst hin verkrümmt, daß sie nicht nur die besten Gaben Gottes an sich reißt und genießt, ja auch Gott selbst dazu gebraucht, jene Gaben zu erlangen, sondern das auch nicht einmal merkt, daß sie gottwidrig, verkrümmt und verkehrt alles […] nur um ihrer selbst willen sucht.“ (Martin Luther: Scholion zu Röm 5,4  Luther-Gesamtausgabe Weimarana (WA) 56, 304, 25–29.)

Der Egoismus der Menschheit bringt die Welt  immer wieder an den Rand des Abgrunds

Der sündige Mensch reißt die besten Gaben Gottes an sich, gottwidrig, verkrümmt und verkehrt … Die rote Gedanken-Linie zieht sich durch die Heiligen Schriften der Juden und der Christen bis in unsere Zeit: Dass Gott die Welt einst gut erschaffen habe, aber der Mensch sich und die Welt immer wieder durch Egoismus, Dummheit, Gleichgültigkeit und Eigensinn an den Rand des Abgrunds bringt.

Musik

Ein lebensgefährliches Virus hat die Lebensverhältnisse radikal verändert

Die uralte Glaubenstradition in der Geschichte von Kain und Abel mutet in der Corona-Krise auf einmal sehr modern an: Vor einem Jahr noch lief die Weltwirtschaft auf Hochtouren. Zwar gab es massive internationale Spannungen und namenloses Flüchtlingselend, aber die Deutschen waren Export- und Reiseweltmeister, und der Himmel tagtäglich zerkratzt von den Kondensstreifen unzähliger Flieger. Noch ahnte niemand, dass gerade irgendwo im fernen Osten ein neues, unbekanntes, lebensgefährliches Virus seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat, und dass es die Lebensverhältnisse radikal verändern würde.

Die rücksichtslose Ausbeutung unseres Planeten kam für kurze Zeit zum Stillstand

Als im Frühjahr dieses Jahres immer mehr Regierungen begriffen, was da auf die Menschheit zukam, da wurde klar: Wenn das moderne Leben nur um sich selbst kreist und allein nach Profit strebt, kann es der Bedrohung durch das Virus nichts entgegensetzen. Stattdessen waren nötig: Lockdown. Wochenlanger Stillstand von Produktion und öffentlichem Leben. Am Himmel und auf den Straßen wurde es still. Die rücksichtslose Ausbeutung unseres Planeten kam für kurze Zeit zum Stillstand.

Menschliche Einsicht war es nicht...

Und plötzlich konnte man zusehen, wie die katastrophalen Umweltbelastungen deutlich sanken. Sogar die undurchdringlichen, schmutzig-gelben Dunstglocken über den Industriezentren und Ballungsräumen Asiens zogen ab. Auf einmal geschah, was jahrzehntelange zähe Umweltschutz-Konferenzen nicht zustande gebracht hatten. Doch es passierte nicht etwa aus menschlicher Einsicht, dass eine Klimawende zwingend notwendig sei, sondern aus schierer Angst vor dem Virus.

Fachleute hatten schon lange vor einer neuen Pandemie gewarnt

Fachleute hatten schon lange vor einer neuen, verheerenden Pandemie gewarnt, aber kaum jemand hatte das ernsthaft für möglich gehalten. Vergessen waren damals SARS und Vogelgrippe, Ebola und Cholera, die Spanische Grippe, die Pest und wie sie alle hießen. Alles schien ja längst überstanden und eine boomende Wirtschaft und ständig wachsender Wohlstand das Wichtigste auf der Welt zu sein.   

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?

Covid 19 ist eine Art Naturkatastrophe im Zeitlupentempo

Eigentlich war und ist das Virus Covid 19 eine Art Naturkatastrophe im Zeitlupentempo. Seit September gehen die Infektionszahlen überall wieder deutlich nach oben, auch in Deutschland. Die Wissenschaft hatte das erwartet, wegen der Urlaubs-Rückkehrer aus Risiko-Gebieten, und weil die kühlere Jahreszeit vor uns liegt.

Aus Geselligkeit wurden gefährliche Ansteckungs-Hotspots

Außerdem entstanden zahlreiche Infektionsherde, weil sich Menschen auf privaten Partys oder Hochzeitsgesellschaften den Abstands- und Hygieneregeln nicht unterwerfen mochten. Aus Geselligkeit, die früher normal war, wurden gefährliche Ansteckungs-Hotspots mit möglicherweise lebensbedrohlichen Folgen.

In Lokalen oder bei Veranstaltungen trugen Viele auf den vorgeschriebenen Listen falsche Adressen oder Phantasienamen ein wie Donald Duck und Micky Maus. Für die Gesundheitsämter war es unmöglich, die Infektionsketten zu klären und einzudämmen.

Bloß keine persönlichen Daten preisgeben!

Manche der selbstvergessenen Ichlinge sagten dazu im Brustton der Überzeugung: Genau das solle so sein. Egal, was kommt: Bloß keine persönlichen Daten preisgeben! Ich fühle mich nicht krank, und meine Daten gehen niemanden etwas an.

Trotz "drohendem Unheil" gibt es noch genügend Unbelehrbare

Und als mit dem Beginn des Herbstes die Infektionszahlen bedrohlich nach oben gingen, die Gefahr einer nicht mehr kontrollierbaren Ausbreitung der Seuche erneut am Horizont erschien und die sonst eher zurückhaltende Bundeskanzlerin von drohendem Unheil sprach, da gab es immer noch genügend Unbelehrbare.

Klopapier und Nudeln sind wieder sehr gefragt

Auch die Hamsterer zogen wieder los und sorgten mancherorts für leere Regale bei Klopapier und Nudeln. Das hatte sich zwar im Frühjahr bereits als vollkommen überflüssig erwiesen, aber: Soll ich meines Bruders Hüter sein?

Die Mehrheit der Bundesdeutschen steht hiner den Maßnahmen

Die weit überwiegende Mehrheit der Bundesdeutschen hat im Prinzip verstanden, worum es geht. Bei Befragungen steht sie bis jetzt hinter den Einschränkungen im täglichen Leben. Natürlich sind Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz-Tragen unbequem. In manchen Menschenmengen und auch in Supermärkten sind 1,50 Meter Abstand  nicht zu erkennen, und die Maske rutscht gerne mal unter die Nase. Vielleicht verständlich, wenn Nachlässigkeit wächst.

Das Virus nutzt jede Bequemlichkeit und Denkfaulheit

Aber das Virus ist hinterhältig. Es nutzt jede Bequemlichkeit und Denkfaulheit. Werden wir die Durststrecke durchhalten oder werden das alles am Ende wieder Ältere und Hochrisikogruppen mit ihrem Leben bezahlen, Jüngere mit ihrer Gesundheit, Jüngste mit Schule und Kita dicht und viele Menschen noch auf lange Zeit mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes? 

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?

Musik

Auch die Kirchen mussten handeln

Auch die Kirchen standen vor der Frage, wie sie sich angesichts der Pandemie-Situation verhalten sollten. Denn alles, was zu einem Gottesdienst gehört: die Gemeinschaft im Kirchenraum, das gemeinsame Singen oder auch die Versammlung zum Abendmahl, erschien im Licht des Virus auf einmal als Gefahr für Gesundheit, Leib und Leben.

Nirgendwo entstehen so viele Aerosole wie beim Singen. Es gab Proteste. Die sonntäglichen Gemeindegottesdienste dürfe man nicht ausfallen lassen, hieß es, wenn doch Baumärkte wieder öffnen dürften. Gerade Gottesdienste könnten in so einer lebensgefährdenden Pandemie Kraft geben und die Hoffnung auf ein unbeschadetes Leben stärken. Im Frühjahr wurden dann einige Fälle bekannt, wo gut besuchte Gottesdienste kleinerer christlicher Gemeinschaften Hunderte von Ansteckungen zur Folge hatten. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ sagten einige. Das Virus interessierte das nicht.

Die Gottesdienste wurden abgesagt

In ökumenischer Einigkeit entschieden sich die beiden großen Kirchen und mit ihnen auch die Freikirchen rasch, das Wichtigste sei nun, das Leben zu schützen. Das gebietet nicht nur die Wissenschaft, sondern auch der Glaube. Im März dieses Jahres setzten sie für einige Wochen schweren Herzens alle Sonntagsgottesdienste mit der Beteiligung realer Menschen aus. Der evangelische Heidelberger Theologe Philipp Stoellger drückte es so aus:

"Um des eigenen religiösen Begehrens willen das Leben anderer zu gefährden, ist theologisch gesehen weder nötig noch sinnvoll."

Warum sollte man Gottesdienste feiern, bei denen Leib und Leben in Gefahr geraten? Wer braucht solche eine Demonstration religiösen Übermutes? Sein Leben für andere zu geben und notfalls auch zu lassen, ist das eine. Aber um des eigenen religiösen Begehrens willen das Leben anderer zu gefährden, ist theologisch gesehen weder nötig noch sinnvoll. Denn wer könnte angesichts des Gekreuzigten verantworten, die Nächsten durch die religiöse Feier in Lebens in Lebensgefahr zu bringen?

Neue Konzepte für die Weihnachtsgottesdienste sind gefragt

Inzwischen finden Gottesdienste und andere Gemeinde-Veranstaltungen wieder statt, wohl noch für lange Zeit mit Mundschutz, mit Abstand, mit regelmäßiger Lüftung und ohne Gesang. Viele Gemeinden haben in den vergangenen Monaten neue Möglichkeiten digitaler Kommunikation gefunden, haben Gottesdienste und andere Veranstaltungen im Internet entwickelt, und oft finden sie großes Interesse. Unter diesen Bedingungen fordern in diesem Jahr heraus die sonst immer überfüllten und dicht getakteten Weihnachtsgottesdienste. So wie bisher geht es nicht. Viele Gemeinden arbeiten an neuen Konzepten für Weihnachten, es wird zum Beispiel vielerorts an Heiligabend kurze Andachten draußen geben.

Der Berg an ungelösten Fragen und Aufgaben wächst weiter

Niemand weiß heute, wie die Pandemie Covid 19 weiter gehen wird. Wie die Zukunft für die vielen Menschen aussehen wird, deren Arbeitsplätze die Seuche vernichtet hat. Ob irgendwann im nächsten Jahr ein verlässlicher Impfstoff zur Verfügung stehen wird, und wie lange es dann dauert, bis viele damit versorgt sind. Wann wir wieder ein gefahrloses öffentliches Leben haben werden. Der Berg an ungelösten Fragen und Aufgaben ist nicht kleiner geworden, er wächst weiter.

Die Geschichte von Kain und Abel ist in der Corona-Krise ganz modern

Es ist an der Zeit, sich an die uralte Geschichte von Kain und Abel zu erinnern. Soll ich meines Bruders, meiner Schwester Hüter sein? Ja, das soll ich! Gott traut das den Menschen zu. Davon erzählen viele biblische Geschichten nach Kain und Abel. Auch das Gebot, das Kains Nachkommen und damit auch uns gegeben ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.

Die eigene Trägheit überwinden, kann helfen Menschen zu retten

Wir gehen auf einen Winter zu, in dem mit Sicherheit viele Leben gerettet werden können, wenn es möglichst viele Menschen schaffen, die eigene Trägheit zu überwinden und mit sich selbst und ihren Mitmenschen achtsamer umzugehen als bisher. Dazu gehören ganz praktische Dinge wie mehr Einkaufen im örtlichen Einzelhandel und Verzicht auf die ach so bequemen Online-Bestellungen oder auch Einwegmasken nicht einfach unterwegs wegzuwerfen, sondern ordentlich in den eigenen Hausmüll zu entsorgen.

Nächstenliebe üben, indem man die Hygiene-Regeln einhält

Und natürlich, die Schutzregeln weiter und wohl noch für lange Zeit diszipliniert zu befolgen, von Abstand über Maskentragen bis zum regelmäßigen Lüften. So können Christen Verantwortung füreinander zu übernehmen und auf diese Weise Nächstenliebe üben. Denn Nächstenliebe und Liebe zu sich selbst gehören zusammen.

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Dieses alte jüdische Gebot(3. Mose 19,18) hat Jesus in den Mittelpunkt seiner Lehre gestellt. Nur wer sich selbst liebt, kann auch seinen Nächsten lieben. Nicht in sich selbst verkrümmt, nur in Sorge um das eigene Wohlergehen, sondern in geduldiger Rücksicht und Aufmerksamkeit für die anderen   

„Soll ich meines Bruders – und wir ergänzen: meiner Schwester – Hüter sein?“ fragte Kain. Ja, ist die Antwort der Nächstenliebe.

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