Ihr Suchbegriff
Beitrag anhören:
"Best of us!" - Der Corona Song

"Best of us!" - Der Corona Song

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von

Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt
Beitrag anhören:

Moderator/in:18 Künstler, ein Song. Mit dem Titel „Best of us“ feiert die Radiolandschaft das Wir. Die Crème de la Crème echter Hit-Lieferanten wieChristina Stürmer, Glasperlenspiel, Joris, Milow, Nico Santos, Philip Dittberner und viele andere singen in Zeiten von Corona und „Black Lives Matter“ davon, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen.

Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Das müsste doch ein Song sein, der dir als Pfarrer aus dem Herzen spricht.

Tut er auch. Ich meine: Das fängt ja damit an, dass schon die Art des Songs ein Statement ist. 18 Künstler singen zusammen. Plötzlich geht es nicht mehr um die Frage: „Wer hat welchen Platz in den Charts?“, sondern: Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen. Das finde ich toll.

Und natürlich ist auch die Botschaft stark: „Keiner lässt hier irgendwen im Stich. Ich glaub an dich. Glaubst du an mich.“ Da kann ich es mir als Pfarrer natürlich nicht verkneifen zu erwähnen, dass das eine urchristliche Botschaft ist.

Dass man zusammenhalten soll?

Ja, und nicht nur das. In „Best of us“ heißt es ja: „Wenn du die Welt auf deinen Schultern trägst, trag ich sie mit.“ Ich würde sagen: Das ist nichts anderes als die 2000 Jahre alte Einladung aus der Bibel: „Einer trage des anderen Last.“

Und die wird in der Bibel sogar noch ergänzt: „Wenn ihr das macht, dann werdet ihr alles erfüllen, worum es Jesus ging.“

Füreinander-Einstehen als Zeichen von Nächstenliebe?

Ja. Wobei Jesus natürlich im Kopf hatte: Füreinander-Einstehen können Menschen dann besonders gut, wenn sie zugleich darauf vertrauen, dass Gott sie dabei unterstützt. Darum heißt es in der Bibel ja auch: „Alle eure Sorgen werft auf Gott.“

 Ich finde, „Best of us” setzt ein Zeichen: Das Beste ist ein starkes Miteinander.

Weitere Themen

Das könnte Sie auch interessieren