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Die Queen in Frankfurt

Die Queen in Frankfurt

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Die englische Königin kommt. Nach Frankfurt. Endlich. Zum ersten Mal. Mit 89 Jahren. Wird auch höchste Zeit. Oder? Kein Wunder, dass viele ganz aufgeregt sind. Her Majesty, Queen Elisabeth, in Mainhatten. Das hat schon was. Darum wissen wir ja auch jetzt schon ganz genau, was sie wann machen wird und was sie zum Beispiel zum Mittagessen im Kaisersaal des Römers serviert bekommt.

Bei ihrem Besuch wird die Queen übrigens unter anderem die Paulskirche besichtigen – und bei ihrem Einzug von der Frankfurter Domsingschule den Hit der 1848-Revolution zu hören bekommen: „Die Gedanken sind frei.“ Das ging damals frontal gegen die deutschen Fürsten, die keine Meinungsfreiheit zuließen. Heute, bei der Queen, ist es natürlich nur nett gemeint.

Gespannt bin ich allerdings, ob ihr auch irgendjemand die britische Nationalhymne singt, mit den berühmten Worten „God save the Queen“. Gott schütze die Königin. Das wird in Großbritannien ja andauernd jubiliert: „God save the Queen.“

Offensichtlich wussten die Windsors schon lange: Ein König oder eine Königin sind schön und gut, aber wenn auf ihrer Herrschaft kein Segen liegt, dann wird es schwierig. Also wurde singend darum gebeten.

Nebenbei: In der Hymne heißt es nicht nur „Gott schütze die Königin“, sondern auch „Gott schütze uns alle! Auf Dich, Gott, setzen wir unsere Hoffnungen.“ Sprich: Der eigentliche Regent ist nach britischem Verständnis Gott. Spannend, oder?

Ach ja: Die Queen speist heute Grüne Soße, Wispertaler Forelle und Sachsenhäuser Schneegestöber. Als Hauptgang gibt es ein „Duett vom Kalb“ und als Nachspeise verschiedene Apfelkreationen. God save the Queen.

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