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November
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November

Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt
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Der Monat November ist für manche wohl der unbeliebteste Monat des Jahres. Das liegt auch am Wetter: Der Herbst ist in vollem Gang. Die Natur vergeht, tagsüber schafft es die Sonne manchmal nicht gegen den Nebel und abends wird’s früh dunkel. Und dann ist der November noch der Monat des Totengedenkens und der Trauer. Viele sind froh, wenn der November rum ist. Christina Ellermann von der katholischen Kirche: Kannst du dem November irgendwas Positives abgewinnen?

 Ja, das kann ich schon. Die christlichen Feiertage jetzt sind zwar auch eher traurig und schwer: Allerseelen, Totensonntag oder Buß- und Bettag. Aber ich  finde es wichtig, dass ich mich solchen Themen auch mal stelle: Sterben, Tod, traurig sein, an Verstorbene denken. Es ist vielleicht ganz gut, dass die jetzt im Kalender stehen. 

Meinst du, wenn sie im Kalender stehen, dann beschäftige ich mich eher damit, dann kann ich mich vor so Themen weniger drücken?

Ja, das klingt banal, aber mir geht´s so. Dann gehe ich vielleicht mal wieder ganz bewusst zum Friedhof und bete für die Verstorbenen. Oder ich nutze den November, um zu überlegen: Wie stehe ich zum Tod? Wovor habe ich da Angst? Was macht mich traurig? Der November ist für mich ein Monat, der das zum Thema macht: ganz direkt und ungeschminkt. Und das gehört eben auch zum Leben dazu. Es nimmt mir vielleicht auch ein wenig die Angst oder Unsicherheit, mit so Themen umzugehen. Das ist für mich das Positive im November. Und die Hoffnung: bald ist Weihnachten und Gott lässt mich nicht im Dunkeln!

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