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Möge die Macht mit dir sein!

Möge die Macht mit dir sein!

Andrea Maschke
Ein Beitrag von

Andrea Maschke,

Katholische Pastoralreferentin in Bad Homburg / Friedrichsdorf
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„Möge die Macht mit dir sein!“, das ist ein Spruch, ein Wunsch, den viele aus der Kultserie Star Wars kennen. Auch wer die Filme selbst nie gesehen hat, wird den Spruch vielleicht schon gehört haben. In der Originalsprache Englisch lautet er: „May the force be with you“ Möge die Macht mit dir sein. Klingt feierlich-erhaben - und ein bisschen gruselig. Macht hat ja auch ganz verschiedene Gesichter.

Gute und böse Mächte

Möge die Macht mit dir sein – das zitiere ich Ihnen, weil für die Fans der Serie heute, am 4. Mai, der „Star Wars Tag“ ist – und das liegt genau an diesem Spruch.

Während wir „der vierte Mai“ sagen, wird in englischsprachigen Ländern das Datum andersrum benannt, heute also, „Mai, der vierte.“ Und das englische heutige Datum „May, the forth“ klingt dann eben ganz ähnlich wie der Spruch aus der Serie, gerade, wenn man, so wie ich, ein bisschen Schwierigkeiten mit dem englischen „th“ hat.

Bleib behütet!

Möge die Macht mit dir sein! Beim genauen Hinhören ist das ein Segensspruch – auch wenn die Macht in der Serie Star Wars eine eher düstere ist. Als Christin würde ich „die Macht“ einfach Gott nennen. In dem Fall dann eine gute Macht, so wie es in einem Segenslied heißt: Gottes Macht erhalte dich!

Solche Segenswünsche höre ich gerade öfter als sonst, und ich denke, das liegt am Corona-Virus und der Sorge und Unsicherheit, die viele Menschen dabei spüren. „Bleib behütet“ steht jetzt oft unter den Briefen und Mails. Und manchmal wünschen mir jetzt auch Menschen Gottes Segen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie gläubig sind.

Ein Gott, dem die Liebe wichtiger ist als die Macht

Anders als bei dem Star Wars-Spruch verbinde ich mit Gottes Segen aber nicht zuallererst übernatürliche Macht oder Stärke. Vor kurzen war ja erst Ostern. Und da feiern Christen einen Gott, der leidet, der stirbt und seine Macht gerade nicht ausspielt. Einen Gott, der sehr menschlich ist – und dann trotzdem aufersteht und den Tod überwindet.

In dem Segenslied heißt es dann auch weiter: „Gottes Macht erhalte dich, Gottes Weisheit leite dich, Gottes Liebe mache dich zum Segen!“ Und in der dritten Strophe: „Gottes Glanz umhülle dich, Gottes Nähe tröste dich, Gottes Geist erfülle dich mit Hoffnung“.

Und so wünsche ich uns: Möge Gott mit uns sein, mit seiner oder ihrer ;-) Macht, mit Liebe, mit Erbarmen und Zärtlichkeit, und mit Hoffnung - und das nicht nur am 4. Mai, sondern an jedem Tag aufs Neue.

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