Hintergründe
Ein hell erleuchtetes Kreuz ragt zwischen Wolken hervor. Der Hintergrund zeigt einen blauen Himmel mit weichen, weißen Wolken, die dem Bild eine spirituelle und friedliche Atmosphäre verleihen.

Aufbruch zum Himmel – Warum Christi Himmelfahrt bis heute bewegt

Vierzig Tage nach Ostern richtet sich der Blick der Christen in den Himmel: Christi Himmelfahrt erinnert an den Moment, in dem Jesus Christus vor den Augen seiner Jünger zu Gott zurückkehrt. Doch dieser Feiertag erzählt von weit mehr als nur einem Abschied. Er steht für Hoffnung, Vertrauen und die Zusage, dass Christus den Menschen auch heute nahe bleibt.

Hoffnung, die verbindet

Warum feiern Christen diesen Tag genau 40 Tage nach Ostern? Welche Bedeutung steckt hinter den alten biblischen Bildern von Himmel und Aufstieg? Wie wurde aus einem der wichtigsten christlichen Feiertage zugleich ein Tag voller Traditionen – von festlichen Gottesdiensten bis hin zu Prozessionen unter freiem Himmel? Genau diese besondere Atmosphäre erlebt auch Ayleen Nüchter in ihren hr1 Sonntagsgedanken immer wieder: das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein – eines Glaubens, der trägt, verbindet und Hoffnung schenkt.

„Halte mich nicht fest“: Hoffnung der Auferstehung

In seiner hr2 Morgenfeier beschreibt Dr. Paul Lang diese besondere Hoffnung, denn Jesus Christus kehrt zu seinem Vater zurück. Im Johannesevangelium sagt er zu Maria Magdalena: „Halte mich nicht fest.“ Ein Satz, der zunächst nach Abschied klingt – und doch mehr ist: ein Ruf zum Vertrauen, zum Loslassen und zum Aufbruch in etwas Neues.

Wo etwas Neues wachsen kann

So wie im Garten nach dem radikalen Rückschnitt zunächst Leere und „Traurigkeit“ sichtbar werden, wirkt auch die Himmelfahrtsszene auf den ersten Blick wie ein Verlust: Jesus ist weg, die Jünger stehen da und schauen nach oben. Doch in beiden Fällen ist genau diese Leere nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. Beides verbindet die Idee: Erst wenn etwas zurückgenommen wird, entsteht Raum für neues Leben und neue Verantwortung. Darüber spricht Andreas Meyer in seinem hr4 Übrigens am 11.05.26.

Hab Mut, steh auf!

Der Glaube an diese Hoffnung braucht Mut, doch der darf nicht unter Druck entstehen, sondern eher durch sichere Begleitung, kleine Schritte und positive Erfahrungen. Davon erzählt Verena Maria Kitz in ihrem hr1 Zuspruch am 11.05.26. Und dieser Gedanke passt außerdem sehr gut zum Leitgedanken des diesjährigen Katholikentags. „Hab Mut, steh auf“ - so das Motto des Treffens, das diese Woche in Würzburg startet.