hr4 ÜBRIGENS
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Stephan Lechtenböhmer

Eine Sendung von
Stephan Lechtenböhmer,
Pastoralreferent, Katholische Pfarrei St. Birgid, Wiesbaden

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Ein Sturm zieht auf.

Sturm auf dem See

Da saß ich nun, in einem kleinen Ruderboot auf dem See. Die Angel war ausgeworfen. Warten. 

Zieht ein Unwetter auf?

Ich sah die dunklen Wolken, aber auf das, was dann passierte, war ich nicht vorbereitet. Wie aus dem Nichts kam der Wind und mit ihm die Wellen. Ich neige gewöhnlich nicht zur Panik, aber in dem Moment war mir zumindest mulmig zu Mute. 

Schnell alles eingepackt und dann, wild schaukelnd zurück zum Ufer. Ich war nochmal mit dem Schrecken davongekommen.

Jesus sagt: Habt Vertrauen

Als die Aufregung sich gelegt hatte, kam mir eine biblische Erzählung in den Sinn. (Mt 8,23-27) Auch die Jünger Jesu sind auf dem See unterwegs und geraten in einen Sturm. Der scheint so wild zu sein, dass Sie um ihr Leben fürchten. Als Fischer sind sie ja eigentlich Profis. Da dürfte sie doch so schnell nichts erschüttern. Erst recht kein Sturm!

Ihr Vorteil ist, sie haben Jesus mit im Boot, auch wenn er schläft. Als sie ihn wecken, befiehlt er dem Sturm und die Gefahr ist gebannt. Und er schärft ihnen ein: „habt doch Vertrauen, ich bin doch bei euch!“ 

Dankbar, jemanden mit im Boot zu haben

Für mich als Christ war diese Geschichte schon immer ein gutes Bild für das Leben. Nach meiner Erfahrung gibt es im Leben ruhige Momente, aber eben auch immer wieder Situationen, in denen es plötzlich wild wird.

Plötzlich zieht ein Sturm auf oder mein Leben nimmt eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe. Dann bin ich dankbar, jemanden mit im Boot zu haben, der mir beisteht und auf den ich vertrauen kann.

Das macht den Sturm nicht weniger wild. Aber es macht mir weniger Angst.