Immer noch lecker: Weihnachtsplätzchen im Januar
Weihnachten ist zwar schon vor einigen Wochen gewesen, aber bei mir zu Hause stehen sie noch immer auf dem Tisch: die Weihnachtsplätzchen. In einer Blechdose, ein wenig durcheinander, manche mit Puderzucker bestäubt, andere schon etwas bröselig. Weil wir zu viele gebacken haben, haben etliche die Feiertage überlebt und reichen noch bis weit in den Januar hinein.
Weihnachten im Alltag
Wenn ich nun eines davon nehme und esse, ist Weihnachten plötzlich wieder da. Nicht laut, nicht glitzernd, nicht mit Tamtam und großen Erwartungen, sondern ganz leise. Ein Geschmack, ein Geruch, eine Erinnerung. Und ich spüre: Weihnachten endet nicht mit dem zweiten Weihnachtsfeiertag oder mit dem Sonntag nach dem 6. Januar. Weihnachten ist eben mehr als ein Datum im Kalender. Es ist ein Geheimnis: Gott wird Mensch. Er kommt nicht nur für ein paar festliche Stunden und Tage um den 24 Dezember herum. Er kommt mitten hinein in unser Leben. In den Alltag. In das Jahr 2026, das gerade begonnen hat und vor uns liegt.
Gott im Alltag
So wie die Plätzchen nicht einfach verschwunden sind, sondern noch einige Wochen zum Nachmittagskaffee mein Begleiter sind, so soll auch das Geheimnis von Weihnachten bleiben und weiter wirken. Gott wird wie wir. Er teilt unser Leben, unsere Zeit, unsere Fragen. Er geht mit uns durch das ganze Jahr. Ich darf die Nähe Gottes nicht nur in besonders festlichen Momenten suchen, sondern im ganz Gewöhnlichen, in meinem Alltag, der nach den Weihnachtswochen wieder Einzug gehalten hat.
So werden die Weihnachtsplätzchen im Januar für mich zur Erinnerung. Sie sagen mir: Gott ist immer da. Auch jetzt noch. Auch heute noch. Und so nehme ich dieses Geheimnis mit - Bissen für Bissen und Tag für Tag durch das ganze Jahr.