hr4 ÜBRIGENS
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Meyer, Andreas

Eine Sendung von
Andreas Meyer

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Das Bild enthält den Text "HAB MUT, STEH AUF!" und Informationen über den Katholikentag in Würzburg vom 13. bis 17. Mai 2026. Es zeigt auch die Webadresse katholikentag.de und Logos des Veranstalters. Der Hintergrund hat kreative geometrische Muster in Blau und Weiß.

Hab Mut. Steh auf!

„Hab Mut. Steh auf!“ – unter diesem Motto findet noch bis Sonntag der Katholikentag in Würzburg statt. „Hab Mut. Steh auf!“ das ist leichter gesagt als getan – denke ich mir. Wie hört ein Mensch diesen Satz, dessen Leben durch eine schwere Krankheit oder durch den plötzlichen Tod eines lieben Menschen durcheinander geschüttelt worden ist. 

Das erweist sich als ziemlich schwierig

Ich selbst kenne auch die Mutlosigkeit. Wenn mir eine Aufgabe gestellt wurde und ich mich überfordert fühle, sie auszuführen. Oder in der Auseinandersetzung mit einem Mitarbeiter, wo ich keinen Ansatz für eine Klärung sehe. Dann ist es leichter gesagt als getan: „Hab Mut. Steh auf!“ 
Das Motto des Katholikentages ist aus dem Markus-Evangelium (Markus 10,49). Dort wir von einem Blinden erzählt, der am Stadttor von Jericho saß und bettelte. Als er hört, dass Jesus vorbeikommt, will er mit ihm Kontakt aufnehmen. Das erweist sich als ziemlich schwierig. Er ruft nach Jesus, wird aber zum Schweigen gebracht. Erst als ihm jemand sagt: „Hab Mut. Steh auf! Er ruft dich.“ kann der Blinde zu Jesus gehen.

„Ich traue dir etwas zu“

In dieser kurzen Erzählung erfahre ich, was Mut bedeutet. Mut ist nicht einfach da. Aber: Mut kann wachsen, wenn mich jemand anspricht und mir vermittelt: „Ich traue dir etwas zu.“ Oder: „Pack die Situation an.“ Vielleicht auch: „Wo siehst du einen Anfang?“ Das Vertrauen, das mir geschenkt wird, weckt das Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten. Da wächst Mut zum Handeln.

Gegenseitig Mut machen

Auf dem Katholikentag gibt es viele Veranstaltungen: Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gespräche in kleinen Gruppen. Sie wollen Mut machen, sich für die brennenden Themen zu engagieren. Zum Beispiel Frieden und Gerechtigkeit oder Bewahrung der Schöpfung. Ich selbst habe aber noch mehr in den vielen persönlichen Begegnungen Ermutigung erlebt. Da kann ich über das sprechen, was mich umtreibt, und höre, was andere beschäftigt. So können wir uns gegenseitig Mut machen.