Steter Tropfen hölt den Stein
Jemand möchte etwas von mir, dass ich ein gutes Wort für ihn einlege, oder ich soll ihm eine gute Bewertung schreiben. Und er erinnert mich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit daran. Penetrant und hartnäckig. Ich möchte das von mir Verlangte eigentlich nicht tun, natürlich aus guten Gründen, weil ich z. B. von der Sache nicht wirklich überzeugt bin.
Manchmal gibt Hartnäckigkeit tatsächlich nach
Irgendwann halte ich es nicht mehr aus und gebe, als der vermeintlich Klügere, nach. Wenn ich ehrlich bin, habe ich selbst diese Taktik auch schon erfolgreich angewendet. Klappt sicher nicht immer, aber die Erfolgsquote ist nicht schlecht.
Wiederholung bleibt im Kopf
Die Werbung bedient sich dieser Methode auch gern, gerade im Radio. Nur so nebenbei, mit vielen Wiederholungen. „Geht ins Ohr bleibt im Kopf“. Stimmt absolut. Ich habe ein bestimmtes Müsli zwar nie gekauft, aber den Werbeslogan kann ich heute noch auswendig.
Auch Jesus setzt auf Beharrlichkeit
Wiederholung funktioniert also erstaunlich gut. Das wissen nicht nur moderne Werbetexter. Auch Jesus greift in einer seinen Gleichniserzählungen auf die Kraft beharrlicher Wiederholung zurück. Im Evangelium nach Lukas (Lk 18,
1-5) erzählt er von einer Witwe, die einen Richter ziemlich hartnäckig an seine Verpflichtung erinnert ihr zu ihrem Recht zu verhelfen. Der will nicht, gibt aber irgendwann nach, damit sie ihn in Ruhe lässt. Was Jesus damit sicher nicht sagen will, ist: "Geh deinem Nächsten einfach so lang auf den Wecker, bis er tut was du möchtest!".
Hartnäckig für Gerechtigkeit
Ich glaube, dass er sagen will: Seid standhaft und hartnäckig, vor allem dort wo es gilt sich für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und die Nöte anderer einzusetzen. Auch wenn ihr damit anderen mächtig auf die Nerven geht. Bleibt dran und lasst euch nicht davon abbringen für euer Recht und das der anderen einzustehen.