Festhalten am Gottvertrauen
Ihr großer Traum ist geplatzt. Die Weltreise auf dem Kreuzfahrtschiff. Für Irmgard und Klaus sollte es der Einstieg in den Ruhestand sein. Alles war vorbereitet. Die Vorfreude groß. Nur noch schnell einige anstehende Arzttermine erledigen, dann kann es losgehen…
Wenn ein Traum plötzlich zerbricht
Und dann das. Irmgards Vorsorgeuntersuchung zeigt den Tumor. Eine Operation steht an. Mit anschließender Strahlentherapie. An die Kreuzfahrt ist nicht zu denken.
„Der Mensch denkt und Gott lenkt“, sagt Klaus. „Unser Leben ist tüchtig auf den Kopf gestellt. Alles sieht plötzlich anders aus“, ergänzt Irmgard.
Wie damit umgehen, wenn meine Pläne und Lebenswege so durchkreuzt werden?
Halt finden im Gespräch und Miteinander
„Weißt du, was uns in den Wochen seit der Diagnose gutgetan hat?“, fragt Klaus mehr rhetorisch: „Dass wir darüber reden konnten. Wir zwei miteinander. Und gemeinsam mit den Kindern, der Familie und Freunden. Das ist so hilfreich.
Klar, gibt es welche, die nicht wissen, wie sie mit uns umgehen sollen. Sind verunsichert. Aber die meisten Freunde stehen uns bei. Mit Rat und Tat. Und ihren Gebeten. Irmgards Mitsängerinnen aus der Kantorei schreiben fast täglich über WhatsApp. Erkundigen sich. Muntern auf. Es tut gut, zu spüren, dass liebe Menschen uns begleiten.“
Vertrauen trägt durch schwere Zeiten
Irmgard nickt. „Und unser Trauspruch aus der Bibel ist uns wichtig geworden. >Werft euer Vertrauen nicht weg< (Hebr. 10,35). Gottes Hilfe haben wir in unserem Leben schon oft erfahren. Auch jetzt wollen wir darauf vertrauen, dass Gott hilft.
Natürlich wissen wir: Gott nimmt Probleme nicht einfach weg. Aber er hilft, schwierige Zeiten durchzustehen. Dazu schickt er auch Menschen. Wenn ein Gespräch mit einem Freund guttut und Kraft gibt, dann sehen wir darin Gott am Werk.“
Eine Ermutigung, die bleibt
„Werft euer Vertrauen nicht weg“ – Von meinem Besuch bei den beiden nehme ich diese Ermutigung zum Glauben gerne mit.