Vergesst das Ewige nicht
Die Lebensweisheiten der Mutter hat er sich gemerkt. Wichtig sind sie ihm. Gerhard, 60 Jahre alt, zitiert sie gern und häufig.
Worte der Mutter, die geblieben sind
„Wir sind doch hier nur Gäste und bauen doch so feste“, sinniert er vor sich hin. Der Autounfall mit 2 Toten beschäftigt ihn. Vor 3 Wochen. Fast vor seiner Haustür. Ein Unfallopfer gerade einmal 62 Jahre alt.
Wie zerbrechlich ist unser Leben?
Dann sagt er zu mir gewandt: „So schnell kann‘s geh’n. Das Leben vorüber sein … >und bauen doch so feste< … Sind wir nicht so erzogen worden? Sehr materiell. >Schaffe, schaffe Häusle bauen< - Das war wichtig … Viele junge Menschen denken heute anders. Work-Life-Balance, das ist ihr Thema…Vielleicht haben sie recht. Vielleicht müssten wir mehr investieren in gelebtes Miteinander als in Geld und Aktien. Mehr in mitmenschliche Beziehungen.“
Was zählt wirklich – Besitz oder Beziehung?
Gerhard schaut mich an. „Der Spruch meiner Mutter geht ja noch weiter“, fährt er fort. >Und wo wir sollen ewig sein, da bauen wir so wenig drein.< Vielleicht ist genau das gemeint: Mehr tun, was wirklich zählt: Für andere da sein. Sich kümmern. Freude bereiten. Zeit verschenken.
Glaube, der im Tun sichtbar wird
Damit hat Gerhard benannt, was für mich gelebter christlicher Glaube ist: Das Gute tun. Helfen, wo meine Hilfe gebraucht wird. Nächstenliebe üben. So wird mein Leben zum Segen. Ja mehr noch: Verschenkte Liebe hat Ewigkeitswert. Sie bleibt. Ebenso wie die Freude Gottes über mich, wenn ich seinen Willen tue.
Ein konkreter Schritt der Nächstenliebe
„So ist es“, hätte Gerhards Mutter wohl gesagt. „Öffnet euch für Gott. Tut etwas für die Ewigkeit. Hier und jetzt. Dreht euch nicht nur um euch selbst.“
Dass Gerhard sich künftig bei der Tafel engagieren will, wäre für sie sicherlich so etwas wie ein ‚Bauen für die Ewigkeit‘….
Ich glaube, recht hätte sie.