Lasten teilen
Am Sonntagvormittag lagen bei uns die Wäscheberge, die noch gefaltet werden mussten. Ich stehe mitten zwischen den Socken und Hemden und überlege, wo ich anfangen soll.
Mit Kindern Hausarbeit spielerisch meistern
Da kommt meine kleine Tochter zu mir und sagt: „Komm Mama, wir spielen zusammen das Sockenspiel!“ So nennen wir es, wenn wir die Sockenberge sortieren. Und das ist wirklich ein tolles Angebot – denn mit Helfen im Haushalt sind unsere Kinder nicht immer vorne dran.
Gemeinsam sortieren: Wenn Arbeit plötzlich leicht wird
Wir legen die Socken nebeneinander, finden die Paare. Müssen am Schluss lachen, dass mal wieder so viele Einzelsocken übrigbleiben. Plötzlich ist alles leichter. Das viel zu tun, was mir vorher erdrückend schien, fühlt sich gemeinsam getragen an. Zwei paar Hände, ein Stück Freude – und schon macht das Sortieren sogar richtig Spaß.
Was bedeutet „Einer trage des anderen Last“ im Alltag?
„Tragt einer des anderen Lasten, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“, so heißt es in der Bibel. (Galater 6,2)
Es sind nicht die großen Heldentaten, die uns tragen. Es sind die kleinen Momente. Die geteilten Aufgaben, die Nähe, das gemeinsame Tun. Wenn jemand mitmacht, selbst auf seine eigene Art, spüre ich: Ich bin nicht allein.
Und dann sitze ich da, mitten zwischen Socken und Hemden. Es ist noch nicht alles erledigt. Und trotzdem ist es leichter.
Gottes Nähe im Alltag spüren
So erlebe ich das – Gottes Nähe im Alltag. Leise, beständig, spürbar in kleinen Gesten. In einem Lachen, in einem geteilten Stück Arbeit, in einem Herz, das bei einem anderen mitschwingt.
Und plötzlich ist die Last nicht mehr allein zu tragen. Sie wird leichter, weil wir sie teilen. Und das gilt sogar für die Last, Socken zu sortieren.