Der schiefe Turm von Pisa
Der schiefe Turm von Pisa ist ein Phänomen. 56 Meter ist er hoch und er ist wirklich schief.
So kam der schiefe Turm von Pisa seinen Namen
1173 wurde der Grundstein für den Glockenturm des Doms von Pisa gelegt. Als man nach 12 Jahren die dritte Etage des Turmes baute, da neigte er sich sacht nach Südosten. Der Untergrund gab nach. Er war zu weich. Ein Baustopp wurde eingelegt. Später wurde der Turm saniert, aber die Neigung blieb. Und deshalb ist dieser Glockenturm schließlich so berühmt geworden. Und er hat seinen Namen bekommen: Der schiefe Turm von Pisa.
Der Turm bleibt standhaft, auch bei einem Erdbeben
In diesem Sommer gab es in der Toskana rund um die Stadt Pisa ein Erdbeben. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten und keine größeren Schäden. Auch nicht am schiefen Turm von Pisa.
Wenn im Leben nicht alles gerade läuft
Schief darf sein und schief kann halten. Ein gutes Bild für unser Leben. Da läuft ja auch längst nicht alles schnurgerade. Hoffnungen und Wünsche bleiben unerfüllt. Pläne werden durchkreuzt: Jemand wird krank oder muss von einem geliebten Menschen plötzlich Abschied nehmen. Es gibt große Zumutungen in unserem Leben. Manches läuft schief und es lässt sich nicht wieder geraderücken.
Das ist meist schmerzhaft. Das Schiefe im Leben bleibt schief. So ist es und das kann halten. Daran erinnert mich der Turm von Pisa. Er ist standhaft, obwohl er schief ist. Das wünsche ich mir auch, wenn ich unglücklich bin, traurig und hilflos.
Der Glaube gibt Halt, wenn das Leben aus der Balance gerät
Und ich setze dabei auf Gott, bei dem mein Leben schief sein darf. Und ich bin mir sicher, genauso bin ich von Gott geliebt und wertgeschätzt. Und ich setze auf Gott, der mich trägt und hält auch mit dem, was bei mir schiefgelaufen ist. Schief darf sein und schief kann halten mit Gottes Hilfe auf alle Fälle.