Demokratie-Recht
Wo Menschen einander zuhören und gemeinsam nach guten Lösungen suchen, da wird Demokratie lebendig. Mir kommt da ein Satz aus der Bibel in den Sinn: „Wer Ohren hat, der höre!“ (Mt 11,15) das ist ein zentraler Satz in der Bibel. Diese Stelle wird oft als eine der wichtigsten Bibelstellen für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen angesehen.
Freiheit und Mitbestimmung sind nicht selbstverständlich
Aber Freiheit und Mitbestimmung fallen nicht vom Himmel. Nach dem Hören muss ich entscheiden, was gut ist und was nicht gut ist: für mich, für meine Mitmenschen, für unser Land.
Ein Mensch trifft am Tag bis zu 20.000 Entscheidungen – kleine und große. Das macht – wenn man mal acht Stunden Schlaf abzieht – alle 3 Sekunden eine Entscheidung. Ich finde, das klingt nach purem Stress fürs Gehirn. Aber zum Glück müssen wir die meisten dieser Entscheidungen nicht bewusst treffen. Sie laufen automatisiert in unserem Inneren ab und halten sich an bestimmte Regeln und Erfahrungen. Bestes Beispiel: Zähneputzen oder Fahrradfahren.
Demokratie braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen
Demokratie und politische Verantwortung, das sind die großen Entscheidungen. Gerade in unserer Zeit ist unsere Demokratie massiv bedroht. Rechtsextreme Parteien gewinnen immer mehr Macht. Ich finde der Tag macht deutlich: Freiheit und Mitbestimmung sind nicht selbstverständlich und gehen mit Pflichten einher. Es ist wichtig, aktiv in Entscheidungen einzusteigen, die sich auf unsere Zukunft auswirken.
Mich gut informieren, bevor ich Entscheidungen treffe
Ich gehe wählen und übernehme so Verantwortung in unserer Demokratie. Dabei informiere ich mich und achte auf die Programme der Parteien und Kandidaten. Das ist mein Recht und meine Pflicht. Wenn Gott dann noch seinen Segen dazu gibt, kann es gut werden. In dem Sinn ist der Tag der Demokratie ein besonderer Tag für mich.