Die Qual der Wahl
Als Kind konnte ich es kaum erwarten, manche Dinge selbst entscheiden zu dürfen. Am Anfang hatten immer Mama und Papa das letzte Wort. Ich habe oft gefragt, wann ich endlich alt genug bin und gehofft schnell erwachsen zu werden.
Schritt für Schritt selbst entscheiden
Irgendwann war es dann soweit, schrittweise, immer ein Stück mehr. Erst bei kleineren Dingen, z. B. was ich anziehen möchte. Später durfte ich dann zum Beispiel in der Schule Fächer wählen, die mich interessiert haben. Und dann musste eine Entscheidung getroffen werden, wie es nach der Schule weitergehen soll. Wie treffe ich die richtige Entscheidung? Und was bedeutet hier eigentlich richtig?
Freiheit hat auch ihre Schattenseiten
Spätesten an dieser Stelle habe ich gemerkt, dass Entscheidungen treffen zu dürfen, auch echt schwierig sein kann. Wenn ich die Wahl habe, fühlt sich das für mich grundsätzlich gut an. Der Haken an der Sache ist, dass ich mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen leben muss. Manche Entscheidungen lassen sich im Notfall korrigieren, andere nicht. Wenn ich mich für etwas entscheide, dann bedeutet das meistens auch eine Entscheidung gegen etwas anderes.
Gott lässt uns die Wahl
Der christliche Glaube geht davon aus, dass Gott uns als freie Wesen erschaffen hat. Das schließt die Entscheidungsfreiheit mit ein. Gott lässt mir die Wahl.
Entscheidungen bedeuten Verantwortung
Entscheidungen treffen bedeutet für mich daher auch Verantwortung zu übernehmen. Für mich selbst, aber auch in der Gesellschaft. Wir haben hier in unserem Land den Luxus, in vielen Bereichen die Wahl zu haben, z. B. auch politisch.
Das ist für mich oft auch herausfordernd. Abwägen, genau hinschauen, die Konsequenzen bedenken. Nicht immer einfach, aber ich glaube es lohnt sich.