hr3 MOMENT MAL
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Vogt, Dr. Fabian

Eine Sendung von

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt

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Ein schwarzer Müllcontainer steht an einer weißen Wand. Neben ihm liegt ein abgelegter Weihnachtsbaum, umgeben von Schnee. Der Container ist mit Geschenkpapier und Resten dekoriert.

Weihnachten gut zu Ende bringen

Moderator/in: In einigen Städten werden die Tannenbäume erst noch abgeholt, aber irgendwie ist doch jetzt Weihnachten vorbei. Oder? In einigen skandinavischen Ländern wird das Ende der Weihnachtszeit übrigens ganz bewusst begangen. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Was genau passiert denn da?

Fabian Vogt: Ja, in Schweden, Norwegen und Finnland dauert die Weihnachtszeit bis zum 13. Januar, bis zum Knuts-Tag. Angeblich, weil König Knut, der Vierte, das so festgelegt hat. 

Am Knutstag das Ende von Weihnachten feiern

Und das Ende wird dann auch ordentlich gefeiert. Der Weihnachtsbaum wird abgeschmückt – mit der gesamten Familie. Gemeinsam essen sie die Reste der Naschereien – und bringen dann die Bäume feierlich nach draußen.

Ein guter Abschluss für den Neuanfang

Finde ich irgendwie stark. Weil Weihnachten dann nicht so auströpfelt (und einer sich halt irgendwann ums Abschmücken kümmert), sondern weil daraus noch mal ein kleines Fest wird. Und ich denke auch: Es ist richtig gut, wenn Dinge einen Abschluss haben.

Moderator/in: Warum? Weil man dann besser was Neues anfangen kann?

Fabian Vogt: Genau! Ich glaube, dass wir oft nichts Neues wagen, weil wir im Kopf immer noch mit dem Alten beschäftigt sind. Und jetzt denke ich natürlich über die Weihnachtszeit hinaus. 

Raum schaffen für Neues

Im Change-Management weiß man seit langem: Wer Raum für Neues haben will, muss vorher Dinge zu Ende bringen. Steht sogar schon in der Bibel: „Was du angefangen hast, das führe zu einem guten Ende.“ (Ps 138,8) Insofern sollten wir öfter mal was bewusst beenden, damit wir mit ganzem Herzen was Neues wagen können.