Sterndeuter-Happy-End
Heute feiert die Kirche das Fest der heiligen drei Könige. Die Bibelstelle dazu ist ganz kurz. Aber ich find: Sie bietet ein besonders schönes „Happy End“ in der Bibel.
Sie folgen dem Stern und finden Jesus
Darum geht es: Jesus ist gerade geboren. In Bethlehem bei Jerusalem. Nun treffen Sterndeuter in Jerusalem ein. Sie werden auch die heiligen drei Könige genannt. Weitgereist sind sie: Sie kommen aus dem Osten. Vermutlich Persien. Sie erklären, dass sie einem ungewöhnlichen Stern gefolgt sind. Er werde ihnen den Weg zum wunderbaren neuen König der Juden weisen. Offenbar haben die Sterndeuter Recht: Jetzt navigiert sie der Stern nach Betlehem. Dort beim neu geborenen Jesuskind angekommen, sind die Sterndeuter laut Bibel von „großer Freude“ erfüllt. Ein Glücksmoment. Begeistert bringen sie Jesus ihre Gaben dar: Gold und andere Kostbarkeiten. Dann kehren sie zurück.
Die Sterndeuter vertrauen ihrem Traum - und sind glücklich
Von den Sterndeutern ist dann nicht mehr weiter die Rede. Es geht in der Bibel ja vor allem um die Nachricht: Jesus sorgt weltweit für Aufsehen. Aber mitten im großen Geschehen rund um Jesus gibt es eben die kleine Sterndeuter-Episode. Mit ihrem perfekten Happy End. Ich merk beim Lesen immer, dass es mir guttut: Weil es Mut macht. Für mich steckt darin die Botschaft: Ich darf meinen Träumen vertrauen! Ich sollte die Ziele im Auge behalten, die wirklich wichtig für mich sind. Denn die Sterndeuter tun genau das: Sie spüren den tiefen Wunsch in sich, dem Stern zu folgen. Und nehmen eine damals extrem weite Reise auf sich. Dafür werden sie belohnt: Sie kommen ans Ziel – und sind glücklich.
Das sagt mir: Bleib dran an deinen Träumen!
Davon möcht ich mich inspirieren lassen. Wobei ich find: Es muss im komplizierten Alltag ja nicht nur um einen Stern oder Ziel gehen. Allerdings auch nicht um zu viele. Damit ich mich nicht verzettele. Dann kann ich überlegen: Welche Ziele sind mir aktuell wirklich wichtig? Hab ich sie noch im Blick? Kümmere ich mich genug um meine Familie? Meine Freunde? Oder um ein Ziel, das ich eigentlich gerne noch erreichen möchte? Wollte ich nicht Klavier lernen? Und wie war das mit dem Traum von einer richtig langen, mehrwöchigen Wandertour? Den ich immer wieder unterdrücke.
Das Sterndeuter-Happy-End aus der Bibel sagt mir: meinem großen Ziel folgen, bei ihm ankommen - das kann richtig glücklich machen.