The Piano Tuner: Wofür nutzt du dein Talent?
Moderator/in: Jetzt in den Sommerferien könnte man doch mal wieder ins Kino gehen. Heute startet „The Piano Tuner“. Mit dem aufstrebenden Star Leo Woodall, mit Jean Reno und mit Dustin Hofmann. Es geht um einen talentierten Klavierstimmer, der entdeckt: „Mein Gehör ist so fein, ich kann damit sogar Tresore knacken.“ Daraus wird eine bewegende Geschichte, irgendwo zwischen Thriller, Drama und romantischer Komödie. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Du hast schon mal reingeschaut. Lohnt sich der Film?
The Piano Tuner startet: Darum geht’s
Fabian Vogt: Absolut. Die Kritiker sind begeistert. Du hast ja schon gesagt: Es geht um Niki, einen Klavierstimmer, der als musikalisches Wunderkind gilt, dann aber Hyperakusis bekommt – eine Krankheit, bei der man extrem geräuschempfindlich wird. Und eines Tages entdeckt Niki, dass er sogar hört, wann die Zahnräder von einem Tresor oder Safe einschnappen. Worauf das organisierte Verbrechen ihn anheuert.
Supergehör: Chance oder Risiko?
Ich verrate natürlich nicht, wie’s ausgeht, aber ich finde spannend: Da ist ein junger Mann, der eine außergewöhnliche Fähigkeit hat. Und er muss entscheiden, was er damit macht: Setzt er sie für krumme Dinger ein? Oder für was Gutes?
Moderator/in: Was würdest Du denn als Pfarrer sagen, wie man die richtige Entscheidung trifft?
Deine Gabe zählt – setz sie ein
Ich sag mal so: Für Jesus war klar: Wenn jemand was richtig gut kann, dann soll er das auch für andere einsetzen. Jesus hat mal gesagt: „Du sollst dein Licht nicht untern Scheffel stellen.“ Matthäus 5,15. Also: es nicht verstecken. Lass es leuchten, damit es für viele Leute um dich herum hell wird. Ich mag dieses Bild: Wie kann ich meine Begabungen so nutzen, dass nicht nur ich etwas davon habe, sondern auch andere?