Ein „Stück vom Himmel“: Grönemeyer wird 70
Moderator/in: Heute wird einer der erfolgreichsten deutschen Künstler 70: Herbert Grönemeyer. Der Musiker mit der markanten Stimme und den poetischen Texten hat sich mit seinen Lieder in die Herzen vieler Deutscher gesungen.
Herbert Grönemeyer wird 70: Ein Musiker fürs Herz
Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Du bist auch ein Grönemeyer-Fan. Was fasziniert dich denn an ihm?
Fabian Vogt: Na, Songs wie „Bochum“, „Was soll das?“, „Mensch“ oder „Männer“ haben mich durch mein Leben begleitet. Starke Melodien, tolle Arrangements und Texte, die unter die Haut gehen. Aber ich finde auch klasse, dass Herbert Grönemeyer sehr klar Stellung bezieht: für eine offene Gesellschaft und gegen jede Form von Menschenverachtung.
Christliche Werte in Grönemeyers Musik?
Als Pfarrer höre ich da gern genauer hin: Welche Werte stecken in Grönemeyers Songs? In einem Interview hat er nämlich mal erwähnt, dass er eine christliche Prägung hat.
Moderator/in: Gibt’s einen Song, in dem das besonders hervorsticht?
Fabian Vogt: Na, zum Beispiel „Ein Stück vom Himmel“. Da singt Grönemeyer „Ein Stück vom Himmel. Ein Platz von Gott. Ein Stuhl im Orbit. Wir sitzen alle in einem Boot.“
„Ein Stück vom Himmel“: Grönemeyers Botschaft
In dem Song geht es darum, dass die Erde ein wunderschöner, ja, ein himmlischer Ort sein könnte, wenn nicht die Menschen so viel Unheil hervorbringen würden … oft leider auch aus falschen religiösen Motiven. In einer Zeile fragt er: „Die Erde ist freundlich, warum wir eigentlich nicht?“
Erde als Gottes Geschenk: Warum sind wir nicht freundlich?
Diese Spannung wahrzunehmen, finde ich total wichtig: Die Erde ist eigentlich ein Stück vom Himmel. Ein Geschenk Gottes. Lasst uns endlich lernen, damit liebevoll umzugehen. In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch, lieber Herbert!