Trotz allem feiern
Bei uns in der Region wird gefeiert. Die Kirche lädt ein. Ohne Jubiläumsanlass. Ohne besonderen Feiertag. Wir feiern mitten im Alltag.
Feiern mitten in schlechten Nachrichten
Mitten in den schlechten Nachrichten dieser Welt. Mitten im Rückgang der Mitgliederzahlen in den Gemeinden. Wir feiern. Trotz allem, was gerade nicht gut ist. Alle sind eingeladen. Auch die, die mit Kirche eigentlich nicht viel anfangen können. Heute werden dafür Bänke geschleppt und Tische gestellt.
Ein Raum für Musik, Segen und Gespräche
Ein Raum wird für einen Trommelworkshop hergerichtet. Sonnenliegen werden aufgestellt. Es gibt Musik und Segen. Gespräche und Essen. Angebote für Kinder. Gesprächsrunden über aktuelle Themen. Und Möglichkeiten für Seelsorge. Und wer möchte, darf auch einfach mal alles andere vergessen.
Zusammensitzen, lachen, Musik hören
Zusammensitzen. Lachen. Musik hören. Das Leben genießen. Ich mag diesen Gedanken. Denn Feiern bedeutet ja nicht: Alles ist gut. Wir feiern nicht sinnlos. Wir wissen, dass vieles gerade im Argen liegt. Und trotzdem kommen wir zusammen.
Keine Flucht vor der Wirklichkeit
Unser Fest ist keine Flucht vor der Wirklichkeit. Sondern eine kleine Unterbrechung. Eine Auszeit von dem, was uns täglich beschäftigt. Momente, in denen wir uns daran erinnern: Das Leben besteht nicht nur aus Krisen, Nachrichten und Sorgen. Es gibt auch Musik. Es gibt Lachen.
Menschen decken Tische und schleppen Bänke
Es gibt Menschen, die einen Tisch decken, während andere noch die Bänke schleppen. Daraus erwächst Kraft für ein großes Trotzdem. So wünsche ich mir Gemeinschaft, einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Nicht weil alles gut ist. Sondern weil wir uns brauchen.
Menschen, die sich kennen und noch nicht kennen
Menschen, die sich kennen. Und Menschen, die sich noch nicht kennen. Menschen, die gerade viel zu lachen haben. Und Menschen, die Sorgen mitbringen. Für ein paar Stunden ist Platz für all das. Wir sitzen zusammen. Denn manchmal braucht es einfach ein großes Trotzdem.