Ab in die zweite Halbzeit!
Halbzeit! Dieses Wort haben viele von uns in den letzten Wochen ziemlich oft gehört. Heute geht es aber nicht um Fußball. Die Sommerferien sind heute zur Hälfte rum! Als Kind und Jugendlicher fand ich diesen Tag immer komisch. Auf der einen Seite: Super, es sind noch Ferien! Auf der anderen Seite: Oh nein, die Hälfte ist schon vorbei.
Warum blicken wir zur Ferienmitte schon wieder auf das Ende?
Eigentlich verrückt. Kaum haben die Ferien angefangen, zählen wir schon wieder rückwärts. Noch vier Wochen. Noch zehn Tage. Noch fünfmal ausschlafen. Mir passiert das auch im Urlaub manchmal: Ich sitze am See, wandere durch die Berge oder esse ein Eis in der Sonne – und dann denke ich schon daran: bald beginnt der Alltag wieder. Och nee.
Warum fällt es uns so schwer, im Augenblick zu leben?
Manchmal glaube ich: Wir Menschen sind Meister darin, entweder zurückzuschauen oder vorauszudenken. Das Heute hat es oft schwer. Dabei findet das Leben genau da statt. In der Bibel sagt Jesus einmal: „Sorgt euch nicht um morgen.“ (Matthäus-Evangelium 6,34)
Die zweite Halbzeit bewusst genießen
Das heißt nicht: Stolpert planlos in die nächsten Tage. Sondern: Vergesst das Heute nicht. Deshalb gefällt mir der Gedanke von der Halbzeit eigentlich ganz gut. Die erste Spielzeit ist rum. Pause. Und dann richte ich den Blick auf die zweite Spielzeit.
Vielleicht ist heute genau so ein Tag. Heute will ich nicht darüber nachdenken, wie schnell die Ferien vergehen. Sondern kurz stehen bleiben und wahrnehmen, was gerade schön ist. Die Sonne auf der Haut. Ein gutes Gespräch. Zeit mit Menschen, die ich gern hab.
Heute – da will ich nicht rechnen, wie viele freie Tage noch bleiben. Sondern einfach den Tag genießen.