Programmtipp
Ein Panzer steht auf einer belebten Straße, umgeben von Menschen, die sich in verschiedene Richtungen bewegen. Im Hintergrund sind teilweise zerstörte Gebäude zu sehen. Die Szene vermittelt eine Atmosphäre von Unruhe und Konflikt. Es geht um den Aufstand in der DDR am 17. Juni 1953

17. Juni 1953 - Vom Mut aufzustehen

Am 17. Juni 1953 gingen in der DDR viele Menschen auf die Straße, erst wegen der höheren Arbeitsnormen, dann auch aus Protest gegen politische Unterdrückung und für mehr Freiheit. Auch einige Christen, vor allem junge Leute aus der Jungen Gemeinde, waren dabei oder unterstützten den Protest. Die Kirchen selbst hielten sich meist zurück, boten mancherorts Schutz und halfen später einzelnen Verhafteten. Am Ende schlugen sowjetische Truppen und DDR-Kräfte den Aufstand brutal nieder. Hier erfahren Sie mehr über Verlauf und Hintergründe. 

Autorin Mareike Clausing erzählt von ihrem Vater, der unter dem Ein-Parteien-Staat gelitten hat. Sie verbindet im hr1 Zuspruch die Erinnerung an den 17. Juni 1953 mit einer Frage, die bleibt: Wann ist es Zeit, den Mund aufzumachen?

Autor Ulf Häbel erinnert sich an seine Mutter, die am 17. Juni 1953 vor dem Radio saß und weinte. Aus der Szene von damals wird in seinem hr4 Übrigens eine persönliche Erinnerung an Angst, Verlust und die Sehnsucht nach Frieden - heute.