hr4 ÜBRIGENS
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Stephan Lechtenböhmer

Eine Sendung von
Stephan Lechtenböhmer,
Pastoralreferent, Katholische Pfarrei St. Birgid, Wiesbaden

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Ein Gärtner kniet in einem bunten Blumenbeet und arbeitet aufmerksam mit Pflanzen. Um ihn herum blühen verschiedene Blumen und Pflanzenarten in lebhaften Farben. Die Gartenlandschaft ist gepflegt und zeigt eine schöne Anordnung von Gemüse und Zierpflanzen.

Säen und ernten

Es gibt Momente, da frage ich mich: Was wird eigentlich aus den Dingen, die ich täglich so tue? Im Beruf wie im Privaten. Da, wo ich mich engagiere, Energie und Fleiß hineinstecke und oft auch eine Menge Herzblut. Bei manchem sehe ich relativ schnell ein Ergebnis, ob das geklappt hat, was ich mir vorgenommen hatte oder eben auch nicht.

Was bleibt von dem, was wir ins Leben investieren?

Bei anderem dauert es länger oder ich bekomme vielleicht vom Ergebnis nichts mehr mit. Ich bin zum Beispiel immer wieder überrascht, wenn ich ehemalige Schüler treffe und sie mir erzählen, was sie seit dem Reliunterricht bei mir erlebt haben. Manchmal berichten sie auch, wie das, was ich vermitteln wollte, ihnen vielleicht geholfen hat. Aber ich erlebe auch: Dinge gehen schief. Oder Projekten, die ich angestoßen habe, geht sozusagen die Luft aus.

Nicht alle Arbeit bringt sofort Früchte

Das erinnert mich an ein Gleichnis aus der Bibel. Dort erzählt Jesus von einem Sämann. Dieser sät und hat dann nicht mehr in der Hand, wie es ausgeht. Manches wächst nicht an. Anderes geht auf und vergeht dann doch und manches geht im Unkraut unter. Und einige Körner fallen auf guten Boden, wachsen und gedeihen und bringen Frucht.

Was können wir vom Gleichnis des Sämanns lernen?

Tröstlich finde ich bei diesem Gleichnis: Bei all dem, was auf der Strecke bleibt, gibt es am Ende doch reiche Frucht, vielleicht sogar viel mehr, als der Sämann erwartet hat. Er hat seinen Teil getan, alles weitere liegt in der Hand eines anderen.

Nicht alles liegt in meiner Hand

Ich hoffe darauf: Auch der Erfolg von dem, was ich tue, liegt nicht nur in meiner Hand. Aber Frucht bringt meine Arbeit oft schon. Manchmal sogar mehr als gedacht!