hr2 ZUSPRUCH
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Eine Frau mit langen, dunklen Haaren lächelt in die Kamera. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt und eine graue Jacke. Der Hintergrund ist neutral und hellgrau. Die Aufnahme wirkt freundlich und professionell.

Eine Sendung von

Regionaljugendreferentin Katholisches Jugendbüro Oberhessen, Alsfeld

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Bildquelle: Pixabay

Good news!

„Katze müsste man sein!“ denke ich manchmal, wenn ich die beiden Kater eines guten Bekannten beobachte. Am Wochenende habe ich die zwei wieder getroffen. 

Das Katzenleben der Katzen meiner Bekannten

Sie haben es sich gut gehen lassen. Wie meistens. Sie haben viel geschlafen, ab und zu durfte ich sie kraulen, dann hat mein Bekannter ihnen ihr Essen serviert. Später sind sie durch den Garten gehüpft und auf Bäume geklettert. 

Der eine Kater hat minutenlang einen Schmetterling beobachtet. Der andere hat einen Vogel gejagt. Sie kamen mir so vor, als würden sie die Zeit vergessen. Gar nicht schlecht! 

Ein sorgloses Katzenleben

Ich könnte so einem Katzenleben vielleicht sogar etwas abgewinnen! Zum Beispiel, wenn ich im Radio, in der Zeitung oder im Internet Nachrichten höre und lese – dann habe ich oft das Gefühl: Unsere Welt steht auf dem Kopf. 

Der Krieg in Europa, das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft, die Klimakrise, die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen einsam und orientierungslos fühlen. Ich frage mich dann: Kommt unsere Erde jemals wieder ins Gleichgewicht? In solchen Moment wäre ich gerne der Kater meines Bekannten. Ich könnte alles um mich herum vergessen und es mir gut gehen lassen.

“Good news”

Im Internet gibt es eine Homepage, die heißt „Good news“. Hier gibt es täglich nur gute Nachrichten. Nachrichten, die mögliche Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen sind. Erfindungen, Projekte und Ideen, die die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Und da gibt es viele tolle! 

Zum Beispiel: Gezielter Sport kann bei Krebs helfen. Oder: Modefirmen in der EU dürfen in Zukunft keine unverkaufte Kleidung mehr vernichten. Oder auch: Äthiopien hat in den letzten fünf Jahren 30 Milliarden Bäume gepflanzt. Die Seite „Good news“ kann helfen, dass man konstruktiver und positiver auf die Welt blickt. 

Neue Hoffnung

Immer, wenn mich die Nachrichtenlage runterzieht, gehe ich auf die Homepage und lese mir all die guten Nachrichten durch. Und es funktioniert! Ich schöpfe plötzlich wieder Hoffnung. Und bekomme Vertrauen, dass sich die ein oder andere Herausforderung auf unserer Erde vielleicht doch noch zum Guten wendet.

Vertrauen und Hoffnung zu haben, ist lebensnotwendig. Aber ich merke, dass mir das manchmal schwerfällt. Denn Vertrauen fällt nicht vom Himmel. Das Vertrauen-können muss ich mir manchmal erst erarbeiten.

Gott vertrauen

Mir als Christin hilft dabei auch: auf Gott zu vertrauen. Tag für Tag versuche ich das. Ich vertraue darauf: Gott hat seine Geschöpfe, seine Welt im Blick. Er will für alle Menschen das Gute. Mit Gott an meiner Seite kann etwas, das unmöglich scheint, möglich werden. Diese Botschaft aus der Bibel ist für mich ebenfalls eine gute Nachricht!  

Eigentlich bin ich froh, dass ich keine Katze bin. Schlafen und Vogeljagen wären auf Dauer vielleicht doch etwas eintönig. 

Lieber wage ich in dieser Woche mal ein Experiment: Anstatt darauf zu schauen, was schlecht läuft, suche ich mal gezielt nach guten Nachrichten. Ganz konkret in meiner Umgebung. Bestimmt entdecke ich da ganz viele.