Preise den Herrn, meine Seele
Diese halbe Stunde am Morgen ist mir besonders wichtig: Wenn ich mich frisch geduscht mit einer Tasse Tee auf’s Sofa setzen und erst einmal in meinen Garten hinausschauen kann. Ich freue mich an dem Grün, dass jetzt im Frühjahr besonders üppig wächst, an den Blumen, die aus dem Grün herausleuchten, und an den Vögeln, die sich an den zahlreichen Futterstellen tummeln. Gelegentlich streiten sie sich um die Plätze.
Der Blick zu einer positiven Einstellung
Es ist richtig lebendig. Und das tut gut: einfach nur dem Leben zuzuschauen und es zu genießen.
So komme ich selbst innerlich in Bewegung, kann meinen Gedanken nachhängen und mich auf die Aufgaben des Tages einstellen und darauf vorbereiten. Und wenn ich mich mal traurig fühle oder bedrückt bin, dann hilft mir der Blick wieder zu einer positiven Einstellung.
Die Tiere können daraus trinken
Diese Zeit am Morgen ist für mich auch eine Zeit des Gebetes. Gerne bete ich Psalmen aus der Bibel. Ein Psalm passt ganz besonders beim Blick auf das Leben um mich herum: Der Psalm 104. „Loblied auf den Schöpfer“ wird er überschrieben. Er ist ein großes Loblied auf Gott und seine Schöpfung. Der Autor des Psalmes beschreibt die Landschaft, in der er lebt: „Du lässt Quellen sprudeln Bäche, sie eilen zwischen den Bergen dahin.“ (Psalm 104, 10) Die Tiere können daraus trinken und die Früchte können wachsen – so schreibt er zum Beispiel. Und auch der Mensch lebt davon: Gott lässt Pflanzen wachsen, damit der Mensch Brot hat und Wein, „der das Herz des Menschen erfreut“.
Sie ist einfach wunderbar
Der Autor des Psalmes deutet es so: die Welt, in der er lebt, ist Gottes Schöpfung. Sie ist einfach wunderbar. Dem kann ich mich gerne anschließen und mit ihm beten: „Preise den Herrn, meine Seele!“