Hoffnungswort
Ich stand an der Kasse, hinter einem Mann. Der schimpfte vor sich hin. Über das Wetter, die Nachrichten. Und ich dachte: Das bin ja auch ich. Manchmal bin ich so drauf. Ich schimpfe über „diese Zeiten heutzutage".
Warum es so leicht fällt, nur das Schlechte zu sehen
Es ist leicht, das Schlechte zu sehen. Krieg, Klimakatastrophe - überall dasselbe. Ich bin trainiert darin, nach Problemen zu suchen. Es fällt so leicht, das zu finden.
Vom Problemfokus zur Wahrnehmung des Gelingens
Aber dann denke ich: Es gelingt doch auch vieles. Menschen helfen sich. Projekte funktionieren. Kleine Dinge, große Dinge. Nur - ich nehme das kaum wahr. Weil ich so darauf fixiert bin auf das, was schiefläuft.
„Trotzdem" – mein Wort der Hoffnung in schweren Zeiten
Was ist denn mein Wort für solche Momente? Was trägt mich, wenn ich das alles sehe und trotzdem nicht verzweifeln will? Und mir ist klar geworden: Es ist immer dasselbe Wort. „Trotzdem."
Trotzdem handeln: Ein kleines Wort mit großer Kraft
Trotzdem freundlich bleiben. Trotzdem das Gespräch suchen. Trotzdem Fahrradfahren, auch wenn es regnet. Trotzdem glauben, dass sich etwas ändert. Trotzdem hoffen. Es ist ein kleines Wort. Aber es trägt mich durch diese Zeiten.