Felsenfest – was trägt?
„Davon bin ich felsenfest überzeugt.“ Diesen Satz habe ich schon öfter gehört oder sogar selbst gesagt: „Daran glaub‘ ich felsenfest.“ Gemeint ist: Da bin ich sicher. Darauf kann man sich verlassen. Das hält und trägt.
Wenn Berge ins Wanken geraten: Worauf kann ich noch bauen?
Felsenfest: In den letzten Jahren scheint es mir: Dieses Bild gerät ins Wanken. In den Alpen oder zuletzt im Himalaya gibt es immer häufiger Bergstürze und Felsabbrüche. Was über Jahrtausende unverrückbar schien, gerät ins Wanken. Der Klimawandel verändert Berge und Felsen. Das macht mich nachdenklich. Denn wenn sogar Berge nicht mehr unerschütterlich sind – worauf kann ich dann noch bauen?
Jesaja 54,10: „Ich weiche nicht von dir“
Auch in der Bibel lese ich vom Gebirge und von Felsen. Damals schienen die Berge noch mächtig und unzerstörbar. Trotzdem heißt es an einer Stelle: „Selbst die Berge können weichen und die Hügel wanken." Aber Gottes Zusage ist gerade dann: "Ich weiche nicht von dir.“ (Jesaja 54,10)
Gottes Treue bekommt keine Risse
Für mich ist das ein Hoffnungssatz: Nicht, weil er die Sorge um die Berge und das Klima nimmt, sondern weil er sagt: Wenn selbst Felsen nicht mehr feststehen, gibt es etwas, das hält: Gottes Treue zu den Menschen bekommt keine Risse. Da gerät nichts ins Wanken. Gottes Zusage steht felsenfest: Er ist da - unverrückbar.
Wenn Sicherheiten wegbrechen, finde ich wieder Halt
Menschen können enttäuschen, Sicherheiten wegbrechen. Manches, was gestern noch selbstverständlich war, verändert sich. Ich gerate ins Straucheln. Aber im Vertrauen auf Gott finde ich wieder Halt. Ich richte mich wieder auf, atme durch, gehe den nächsten Schritt.
Weil ich spüre: Gott steht bei mir. Felsenfest.