Die Vogelsinfonie
Abends höre ich manchmal zu wie die Vögel singen und werde wehmütig, wenn der schöne Tag zu Ende geht. Dazu passt diese Fabel:
Eine Fabel über Dankbarkeit am Ende des Tages
Die Vögel im Wald setzten sich nach einem erfüllten Tag in den Baumwipfeln zur Ruhe. Die Farben des Himmels mischten sich mit dem Licht der untergehenden Sonne. Da sprach die Nachtigall: „Ist es nicht schade, dass dieser Tag schon zu Ende geht?“ Alle stimmten ihr zu. Die Singdrossel schlug vor: „Lasst uns dem Tag danken – mit einem Konzert!“
Leben, als wäre es der letzte schöne Tag
„Ja!“, rief das Rotkehlchen, „lasst uns singen, als wäre es der letzte Tag auf dieser wunderschönen Erde. Denn wir wissen nicht, ob wir noch einmal so einen herrlichen Tag erleben.“ Und so stimmten sie alle ein – die Amsel, die Lerche und der Kuckuck. Sie sangen lauter und schöner als je zuvor, voll Dankbarkeit für den schönen Tag. Als die Sonne hinter den Wipfeln versank, wurden auch die Vögel leise.
Jeder Morgen ist ein neuer Anfang
Nach einer langen, tiefen Nacht kehrte mit dem ersten Sonnenstrahl das Leben zurück – und mit ihm der Gesang der Vögel. Mit neuer Freude zwitscherten sie: „Wie schön, dass gestern nicht der letzte Tag war und heute ein neuer Morgen auf uns wartet.“
Eine Geschichte, die Trost gibt und Dankbarkeit lehrt
Diese Geschichte ist mir ein Trost für meine wehmütige Stimmung geworden. Dann denke ich an das Konzert der Vögel am Abend. Als ob sie von dem Geheimnis wüssten, wie kostbar jeder Tag ist und wie schön es ist, in ihre Lieder einzustimmen. Am Abend mit Dankbarkeit für alles, was war und am Morgen mit Freude über das, was noch auf mich wartet.